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Anis Hamadeh - Kolumne
Ursache und Wirkung
Besonders Lesenswert

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Free Gaza - Free Palestina

 
 

Gush Shalom Inserat in Haaretz

 

Neun Tage Krieg

Hunderte von Katyushas.

Tausende von Bomben und Granaten

Noch  wurde keine Entscheidung getroffen –

Noch wird es eine geben.

Es gibt nur eine mit einander verhandelte Lösung.

 

 

Feuerpause – jetzt!

Morgen Samstag wird ein Protestmarsch gegen den Krieg in Tel Aviv stattfinden.

Die Zahl der Protestierenden wird von Demo zu Demo wachsen. Schließt euch uns an!

 

Es sollen  am  22.7. in Tel Aviv  5000 Demonstranten  gewesen sein, sagte mir Uri Avnery am Abend – aber die Medien schweigen dazu. Er sei auch von 5 deutschen Reportern interviewt worden . ER

 

Die Anti-Kriegskoalition ruft zu einer Demo auf:

 

Genug! Stoppt das Töten und die Zerstörung des Libanon, des Gazastreifens und Israels.

Die Politik der brutalen Gewalt eines Krieges, der von der Bush-Regierung unterstützt wird, fordert einen hohen Preis von den Israelis, den Libanesen und den Palästinensern. Der Versuch eine „Neue regionale Ordnung“ zu schaffen und auch die Pläne, Syrien anzugreifen, müssen in eine neue Katastrophe führen.

 

Es ist an der Zeit, sich mit den Kriegsverbrechen aus einander zu setzen und dem willkürlichen Zielen auf Zivilisten. Es ist an der Zeit zu fordern: Lasst die Waffen schweigen und beginnt mit dem Reden. Es gibt keine militärische Lösung. Das Bomben verhindert nicht die Angriffe auf die zivile israelische Bevölkerung, noch wird es die gefangenen Soldaten zu ihren Familien zurückbringen.

 

Wir rufen alle Bürger Israels auf, Männer und Frauen, Juden und Araber, jede einzelne Person mit Gewissen, um zusammen zur Wiederherstellung der Vernunft zu wirken – gegen die Illusion eines militärischen Diktates. Lasst uns für einen alternativen Weg, einen Weg des Friedens und der Sicherheit, demonstrieren, der sich auf dem Rückzug der IDF aus allen besetzten Gebieten, der Auflösung der Siedlungen, einem Friedensabkommen zwischen dem Staat Israel und dem Staat Palästina gründet und der Achtung vor der Souveränität aller Staaten in der Region.

Organisatoren: Yesh Gvul, Maki, Hadash, Frauenkoalition für Frieden, Gush Shalom, Tandi, Bat-Shalom, Banki, AIC, Kämpfer für den Frieden; Refusniks (Shministim), Ta’ajush.

 

Petition gegen die Kriegsverbrechen: Stoppt die Verbrechen!

Israel begeht  umfangreiche Kriegsverbrechen. ein ganzes Land wird zerstört, ganze Gemeinden entwurzelt, zehn Tausende von Familien aus einander gerissen, Hunderte von Zivilisten getötet und Tausende verwundet. Kein Vorwand kann diese Verbrechen  entschuldigen: weder die Entführung der Soldaten noch das Töten von Zivilisten  in den Bevölkerungszentren des nördlichen Israels können Israels Barbarei im Libanon rechtfertigen.

Diese Verbrechen müssen gestoppt werden.

 

(dt. Ellen Rohlfs)

 

Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
www.lib-hilfe.de


Wir (AK Palästina Tübingen, Verein Arabischer Studenten und Akademiker und unser Verein) hatten gestern in Tübingen eine erfolgreiche Protestkundgebung gegen die israelische Aggression in Nahost unter dem Titel: „Gegen Krieg und Terror! Stoppt die Eskalation in Nahost!“ Ca. 400 Menschen haben teilgenommen, darunter viele aus Palästina und dem Libanon. Gesprochen haben die Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel („Die Linkspartei“) und Felicia Langer (Trägerin des Alternativen Nobelpreises). Heike kam eben aus Palästina/Israel von einer Delegationsreise nach Israel und in die besetzten palästinensischen Gebiete mit dem Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestags zurück und hat über ihre Eindrücke gesprochen, Felicia hat eine Grundsatzrede zum Konflikt gehalten. Ich selbst habe kurz über unsere Arbeit im Libanon gesprochen und zwei persönliche Berichte von Augenzeugen vorgetragen (s. Anhang).

Außerdem hatten wir eine Unterschriftensammlung vorbereitet, die auf ihrer Rückseite die jüngste Erklärung von der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost bekannt macht und auf der Vorderseite unseren Forderungskatalog an die verschiedenen verantwortlichen Politiker trägt (s. Anhang). Wir haben 270 Unterschriften gesammelt. Wer will, kann natürlich diese Unterschriftensammlung für eigene Demos, Kundgebungen und Veranstaltungen benutzen. Wir sind gern bereit, die Anschriften der entsprechenden Politiker weiterzugeben, obwohl Ihr sie natürlich auch selbst im Internet finden könnt. Wir haben den Ausruf  zunächst bis 31.10. terminiert.

Zusätzlich haben wir zu Spenden aufgerufen. Es kamen 820 Euro zusammen. Das Geld geht an unsere Partnerorganisation, die sich mit etlichen Nichtregierungsorganisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen zusammengetan hat, um die in Beirut und anderswo angekommenen und immer noch ankommenden Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen (Matrazen, Reinigungsmittel, Nahrung, Wasser, Medizin). Sie haben außerdem ein Medienzentrum gebildet, mit dem sie die neuesten Updates verbreiten.

Wir selbst haben auch erst ziemlich verspätet reagiert, wir waren zunächst einfach sprachlos. Bitte schweigt auch Ihr nicht länger und organisiert alles, was möglich ist.
Ingrid Rumpf

PS. Zur Unterschriftensammlung: Bei Forderung Nr. 4 sollte neben Siedlungspolitik unbedingt noch der Mauerbau eingefügt werden
Auch den Titel „Gegen Krieg und Besatzung – Beendet das Blutvergießen“ möchte ich noch als Alternative vorschlagen.
 

Vorläufiges Terminende für die Unterschriftenlisten ist  der 31.7.06.

Der Aufruf (doc)

Der Terror und die „internationale Gemeinschaft (Entwurf: M.J., IPPNW)


Wieder einmal sehen wir im Fernsehen Bilder einer terrorisierten Bevölkerung: tote und verletzte Zivilisten, zerstörte Brücken, Straßen, Flughäfen und Elektrizitätswerke. Es wird von „Kämpfen“  und von „Offensive“ gesprochen, aber  in Wirklichkeit werden ganz überwiegend wehrlose Menschen mit Raketen, Bomben und Granaten überfallen. Ein Verbrechen, das am helllichten Tage vor den Augen der Weltöffentlichkeit straflos verübt wird. (Zweifellos sind auch die Raketenangriffe auf israelische Zivilisten verbrecherisch, gleichgültig, ob Zahl und Wirksamkeit nur ein Bruchteil der anderen Seite ausmachen.)
Niemand glaubt ernsthaft, dass der Angriff auf Gaza und Libanon die geeignete Methode sein könnte, gefangene und in Geiselhaft gehaltene Soldaten zu befreien, sondern es geht um die Konsolidierung und möglichst die Ausweitung gänzlich unfriedlicher, auf Unterdrückung und militärischer Dominanz beruhender  Machtverhältnisse in der Region.
Es ist entlarvend, wie die selbsternannte „internationale Gemeinschaft“, sprich: die G8  auf dieses Gemetzel reagiert: noch nicht einmal ein UN-Sicherheitsbeschluss zum Waffenstillstand war erreichbar, da die US-Regierung (wie auch die deutsche Bundesregierung) offensichtlich das Vorgehen ihres israelischen Verbündeten unterstützt. Angeprangert wird die Unterstützung der Hisbollah durch syrische und iranische Finanz- und Waffenhilfe; ganz selbstverständlich ist aber die Herkunft der israelischen Flugzeuge und Munition überwiegend aus US-Quellen.
Das Verständnis dieser internationalen G8-Gemeinschaft für das israelische Vorgehen ist durchaus erklärbar: vier der beteiligten Staaten sind bis heute direkt an der Okkupation des Irak beteiligt, wo ganz ähnliche Methoden des „Anti-Terror-Kriegs“ eingesetzt werden: USA, GB, Italien, Japan. Drei weitere Regierungen (Deutschland, Kanada und Frankreich) haben Truppen in Afghanistan, wo sogar die Marionettenregierung Karsai die Kriegsführung gegen die Zivilbevölkerung jetzt anprangern muß. Und Russland als einziges Nicht-NATO-Land dieser Runde ist in seinen eigenen „Anti-Terror-Krieg“ in Tschetschenien verwickelt, der ebenfalls unter massiven Angriffen gegen Unbewaffnete geführt wurde und wird.
Die jetzige „Offensive“ gegen Gaza und den Libanon beweisen nur einmal mehr: dieser Krieg gegen den Terror bringt selber nichts anderes als den Schrecken unmenschlicher Barbarei, Auflösung jeglicher gesellschaftlicher Ordnung, Ende des internationalen Rechts und  Herrschaft der schieren Gewalt.
Es gibt Alternativen für Nahost:
·    ein nachprüfbarer Stopp aller Waffenlieferungen in die Region,
·    ökonomische Anreize und nötigenfalls auch Sanktionen für alle Beteiligten, mit der Auflage, sich an einer „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten“ zu beteiligen, die kontrollierte Abrüstung und wirtschaftliche und politische Kooperation ermöglicht
·    Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten, ebenso wie der alliierten Truppen aus Irak und Afghanistan
·    UN-überwachter Waffenstillstand,  und ein ernsthafter Verhandlungsprozess auf der Basis der einschlägigen UN-Resolutionen, der die Anerkennung Israels mit der Anerkennung eines gleichberechtigten palästinensischen Staats verbindet, und internationale Garantien und Schutzmechanismen für beide Nationen etabliert.
·    ökonomische Anreize und nötigenfalls auch Sanktionen für alle Beteiligten, mit der Auflage, sich an einer „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten“ zu beteiligen, die kontrollierte Abrüstung und wirtschaftliche und politische Kooperation ermöglicht

Nichts von diesen Ideen ist neu. Es wird Zeit, dass nicht nur die fragwürdigen Häuptlinge der ökonomisch-militärischen Großmächte, sondern  die wirkliche internationale Gemeinschaft zusammen mit den friedensorientierten Kräften der betroffenen Länder sich mit dem angemessenen Ernst der Umsetzung dieser Ziele zuwenden.
 

 

From: "Ev. Gemeinde Beirut" <evgembrt@cyberia.net.lb>
To: "Ev. Gemeinde zu Beirut" <evgembrt@cyberia.net.lb>
Subject: Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel
Date: Mon, 17 Jul 2006 14:09:11 +0300

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde,

Dr. Willy Rellecke und ich (Pfr. Uwe Weltzien) haben einen Offenen Brief an die Bundeskanzlerin verfasst zur Situation. Wir sind im Moment dabei, die Unterschriften der verschiedenen Leiter von in Beirut tätigen deutschen Organisationen einzuholen. Wer diesen Offenen Brief privat mitunterschreiben moechte, soll uns seine Einverstaendniserklaerung zu Unterschrift bis heute abend 17.00 Uhr zusenden. Unterschriften, die an Textveraenderungsvorschlaege gebunden sind, koennen wir nicht mehr aufnehmen.

Mit herzlichen Gruessen

Pfr. Uwe Weltzien

Offener Brief

an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

Frau Angelika Merkel

Beirut, den 15.Juli 2006

Sehr geehrte Frau Merkel,

die Unterzeichner dieses Briefes sind Leiter von in Beirut tätigen deutschen Organisationen sowie private dt. Staatsangehörige mit lanjährigen Erfahrungen im Alltags,- Wirtschafts,- und Politikleben des Landes. Wir wenden uns an Sie unter dem schmerzhaften Eindruck der Aggression, die dieses Land wiederum erleidet und möchten bei Ihnen eine angemessene Reaktion auf dieses Geschehen anmahnen.

Eindeutig verurteilen wir die Entführung israelischer Soldaten und alle gewalttätigen Aktionen von Hezbollah ohne jede staatliche Legitimation. Die militärische Antwort des Nachbarstaates auf die Entführung der Soldaten verletzt jedoch zweifelsfrei die gebotene Verhältnismäßigkeit. Sie dient nicht der Selbstverteidigung nach Art. 51 UN-Charta und widerspricht dem Völkerrecht. Die israelischen Attacken, die praktische Gefangennahme beider Völker  -sowohl im Gaza-Streifen wie nun im Libanon-  steht auch im Widerspruch zu Prinzipien unserer eigenen Rechtsordnung, die der staatlichen Gewalt Grenzen setzt.  

Die Zerstörung der nach dem Bürgerkrieg soeben wieder aufgebauten Infrastruktur des Landes (Flughafen, Elektrizitäswerke, Brücken, Straßen , Wohnhäuser), wirft das Land wirtschaftlich in die 80iger Jahre zurück. Die Blockierung der Häfen macht die Versorgung von 3,6 Millionen Menschen unmöglich. Die anhaltende planvolle Zerstörung aller Verkehrsverbindungen mit Syrien verwandelt das gesamte Land praktisch in ein großes Gefängnis. Wir erleben diese Zerstörung als Zerstörungswut, wenngleich sie kalkuliert sein mag. Und wir fragen Sie: Kann dieser Terror als Selbstverteidigung eines Landes gerechtfertigt bzw. mit der Befreiung von Soldaten begründet werden?

Von dieser Einlassung ist die israelische Regierung inzwischen selbst abgerückt und nimmt nun für sich in Anspruch, für die Einhaltung des UN-Sicherheitsrats Beschlusses 1559 (Entwaffnung der Hezbollah) sorgen zu wollen. Aber auch diese Begründung gestattet nicht das unmenschliche und völkerrechtswidrige Vorgehen Israels. Es versperrt im übrigen jede Aussicht auf Erfolg für die seit Monaten laufenden Bemühungen des  Ministerpräsidenten Fouad Siniora, durch inner-libanesischen Dialog zu diesem Ergebnis zu kommen.

Viele unter uns haben vergleichbares Vorgehen der israelischen Regierung bei der Invasion von 1982, die bei Beginn auch mit Art. 51 (Selbstverteidigung) vor der Welt gerechtfertigt wurde, miterlebt. Damals haben die Truppen von Sharon 2.000 (=israelische Quellen) bis 18.000 (=libanes. Quellen) Menschen getötet.  Die Verbrechen von Sabra und Chatila unter der Verantwortung der israelischen Truppen  sind unvergessen.

Zu der Frage nach Ursache und Wirkung können die Unterzeichner mit vielen Details und eigenen Erfahrungen beitragen: hier kommt jedoch niemand zu dem Schluss, dass der anhaltende Bomben-Terror der Selbstverteidigung Israels dienen könnte.

Wir sind der Überzeugung, dass dieses Land seit 1978 ständigen Demütigungen seitens der israelischen Regierung  unterworfen wird, die ein Ende finden müssen. Wir fordern Sie auf, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sich in den Schmerz des Libanon und die Verzweiflung derjenigen, die diesen Terror miterleben, einzufühlen und die Rechtfertigung der anhaltenden Bombardierungen seitens der übermächtigen Kriegspartei auch öffentlich aufzugeben.

Demütigungen und Hoffnungslosigkeit tragen dazu bei, Extremismus zu fördern. Bisher haben Ihre öffentlichen Erklärungen den betroffenen hilflosen Menschen hier keinerlei  Hoffnung gegeben.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschriften der Leiter von Organisationen

______________________________

Unterschriften von Privatpersonen

_________________________________________

Ev. Gemeinde Beirut
Pierre Aboukhater Bldg. 1st. floor
near Hotel Concord, opposite Diana Residence
Rue Mansour Jurdak 429
Manara Beirut 2036-8041
Lebanon

Phone / Fax:                      Mobile:
00961-1-740 318                00961-3-839 196
00961-1-740 319

 

Nahost: Schweiz ruft Israel zur Wahrung des humanitären Völkerrechts auf

03.07.2006

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ist zutiefst besorgt über die jüngste Eskalation der Gewalt im Nahen Osten und deren humanitäre Folgen. Bei seinem militärischen Einsatz zur Befreiung eines gefangenen Soldaten muss Israel als Besatzungsmacht das humanitäre Völkerrecht unbedingt respektieren. Um die Zivilbevölkerung im Gazastreifen mit lebenswichtigen medizinischen Gütern zu versorgen, hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des EDA zusätzlich eine Million Franken gesprochen.

 

Mit der Zerstörung des Amtssitzes von Premierminister Haniya hat die jüngste Eskalation der Gewalt im Nahen Osten einen neuen Höhepunkt erreicht. Das EDA ist zutiefst besorgt über diese Entwicklung und appelliert erneut an Israel als Besatzungsmacht, bei den Massnahmen zur Befreiung des gefangenen Soldaten das humanitäre Völkerrecht zu respektieren. Diejenigen, die den Soldaten in ihrer Gewalt haben, ruft es auf, ihn mit Menschlichkeit zu behandeln.

Verschiedene Aktionen der israelischen Armee im Zuge ihrer Offensive gegen den Gaza-Streifen verletzen den Grundsatz der Verhältnismässigkeit und stellen eine verbotene kollektive Bestrafung der Bevölkerung dar. Für das EDA besteht kein Zweifel: Israel hat die völkerrechtlich erforderlichen Vorsichtsmassnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur nicht getroffen. Die Zerstörung eines Elektrizitätswerks, der Angriff auf den Amtsitz des palästinensischen Premierministers, die willkürliche Festnahme einer grossen Zahl demokratisch gewählter Volksvertreter und Minister sowie der Entzug des Residenzrechts dreier Parlamentarier und eines Ministers in Ostjerusalem sind nicht zu rechtfertigen. Angriffe auf zivile Objekte sind völkerrechtlich verboten. Das EDA fordert von Israel, keine zivilen Objekte mehr anzugreifen, den Schutz der Zivilbevölkerung sicherzustellen und die festgenommenen Volksvertreter freizulassen, soweit nicht konkrete Vorwürfe im Einzelfall die Festnahme rechtsstaatlich einwandfrei rechtfertigen.

Humanitäre Folgen

Das Elektrizitätswerk, das die israelischen Streitkräfte am 28. Juni zerstört haben, versorgte 43 Prozent des Gaza-Streifens mit Strom. 700'000 Menschen sind von den Stromunterbrüchen betroffen. Stark beeinträchtigt ist dadurch auch die Wasserversorgung, da nicht mehr alle Pumpen funktionieren und es überdies an Benzin und Brennstoffen mangelt. Es wird einige Zeit dauern, das Elektrizitätswerk wiederherzustellen, wobei dies nur möglich ist, wenn die nötigen Ersatzteile in den Gaza-Streifen geliefert werden können.

Besorgniserregend ist die Lage in den Spitälern und Gesundheitszentren, die nicht mehr genügend Wasser und ebenfalls zu wenig Brennstoff für ihre Generatoren haben. Der Transport von Gütern und Personen ist kaum noch möglich. Der Bevölkerung fehlt es an frischen Produkten, Fleisch und Milchprodukten, die in den Lagern verderben. Die Öffnung des für den Güterumschlag wichtigen Übergangs Karni ist für die Lebensmittelversorgung ununmgänglich.

Im Juni 2006 bewilligte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) bereits eine Million Franken zum Kauf von Medikamenten. Nun wurde eine zweite Million gesprochen, um die Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern zu versorgen. Ein Experte befindet sich vor Ort und sichert die Abwicklung der humanitären Operationen.

Letzte Woche empfing das EDA die Vertreter beider Seiten und forderte sie zur Beachtung der Regeln des humanitären Völkerrechtes auf. Dabei setzte es sich auch für die rasche Freilassung des gefangenen israelischen Soldaten ein, die einen wichtigen Beitrag zur Beruhigung der Situation darstellen würde.

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

Zu: „wir sind alle traumatisiert

 

Herr Broder kann wirklich stolz sein, dass er so wichtig genommen wird.

Denn was wir täglich in den Medien und von unseren Politikern (bis auf wenige Ausnahmen am linken Rand) hören, sehen oder lesen entspringt seiner und seiner Anhänger  Denkmaschine (think-tank).

 

Sogar – und da wird er besonders stolz sein – unsere Bundeskanzlerin übernimmt bereitwillig seine Diktion und mit ihr unsere Regierung – mit Ausnahme der Linksfraktion.

Für die meistgelesene Zeitung Deutschlands, die „Bild“, sind Herr Broder und seine Freunde unentbehrlich. Doch auch die anspruchvollen Zeitungen gehorchen dem Diktat dieser Leute. Auch durch Verschweigen von Fakten.  Wie käme es sonst, dass man die Feuilletons vergeblich durchforstet nach Buch-Rezensionen oder Interviews, Redebeiträgen,  der von Herrn Broder Stigmatisierten ?  (Die „jungewelt“ und der „Freitag“ sind da eine rühmliche Ausnahme).

 Das Fernsehen oder das Radio - von vereinzelten Sendungen zu später Stunde, wenn die meisten Menschen schon schlafen, abgesehen, haben von Leuten wie Herr Broder wenig zu fürchten. Sie sind konform, d.h. sie verkünden: Hamas gleich Terror-Organisation, Palästinenser gleich Terroristen und Israel ist von der „Auslöschung“ bedroht, deshalb muß es Atomwaffen haben und Uboote geliefert bekommen, die teilweise von Deutschlands Steuerzahlern bezahlt werden und die ganze Welt soll die den Terror liebenden und Hamas wählenden Palästinenser verhungern lassen. Arafat war kein Verhandlungspartner – trotz FriedensNobelpreis war er „irrelevant“, Abbas kein ernstzunehmender Verhandlungspartner und der gemäßigte und demokratisch gewählte Haniye von der Hamas erst recht nicht. „ Mit Terroristen verhandeln wir nicht ! “ Israel hat vergessen, dass seine Staatsgründung teilweise durch Terrorakte ermöglicht, bzw. beschleunigt wurde.

 

Durch diese Verweigerungshaltung riskiert es Israel die Welt in Brand zu setzen.

 Gush Shalom und die anderen  Friedensleute - einschließlich mehrerer kritischer Professoren in Israel  - haben es klar erkannt. In einer ihrer Anzeigen in Haaretz und bei ihren wöchentlichen Demonstrationen in Tel Aviv rufen sie ihre Regierung auf, zu verhandeln und nicht zu töten und zu zerstören :

„Am Anfang war die demokratische Wahl der Hamas, dann kam die Aushungerung des palästinensischen Volkes durch den Boykott und überdies kaum ein Tag ohne Tötungen, - manchmal ganze Familien -  dann die Qassams, der entführte Soldat, Einmarsch in Gaza, statt wie angeboten wurde, von den 10.000 Gefangenen wenigstens die Frauen und Kinder im Austausch freizulassen, die Zerstörung der Infrastruktur, die Palästinenser hungern nicht nur, sie haben auch kaum mehr zu trinken, die Hizbollah, darob erzürnt, sendet Raketen über die Nordgrenze Israels, später weit reichende Raketen nach Haifa, Nazareth, mindestens 8 Tote, 2 verschleppte Soldaten, daraufhin Beginn der Zerstörung der Infrastruktur des Libanon, mehr als 60 Tote.“

 

Ist soviel Zerstörung, sind so viele Tote,  besser als Verhandlungen Herr Olmert , Herr Broder ?

Auf dem G8 Gipfel stimmte man – fast einmütig – und natürlich auch unsere Bundeskanzlerin - für das

Selbstverteidigungsrecht Israels ! Ist das die Stimme der Vernunft – sich blindwütig gegen Raketen zu verteidigen, die man selbst herausgefordert hat ? Höre Israel, willst du denn den Frieden nicht, nach dem sich beide Völker so sehr sehnen, den deine Friedensgruppen propagieren ?

 

Ruth Asfour

 
Wer ist Broder - höre ich mich fragen, als ich das Interview gelesen habe. Broder erscheint mir paralysiert, konsterniert. Die sich selbst behauptende Kraft seiner Wortgewalten durfte für einen Moment innehalten - und der Blick des Lesers erahnt den Menschen, Broder - ... ein Kind seiner Gedanken, ein Zeugnis von Liebe und tiefen Gefühlen - und Realitäten, die sich abzeichnen, während die feinen Tropfen des Nebels ein Stück weit die Sicht freigeben. Irgendwie erinnert er mich an Johannes B. Kerner, er wirkt klein, trotzig, gar nicht so, wie man ihn ansonsten und aus der von ihm durch die Kraft der Worte erschaffenen Betrachterperspektive erkennt.
 
 
Der interessanteste Satz in dem Interview ist:
"Ja. Ich glaube, dass aus allem, was ich von diesen Leuten lese, eine wahnsinnige Angst spricht."
 
Broder beschreibt, was er sieht, was er selber fühlt. Broder hat Angst.
 
 
"Da kämpfen ein paar Leute aus tiefer Angst ums eigene Überleben – was legitim ist."
 
Broder legitimiert sich selbst und sein Tun und seine Gedanken.
 
 
Zweifel? Ja, zweifeln soll man - und darum lese ich weiter.
 
"Wenn der Ernstfall eintritt, werde ich – leider – mit diesen jüdischen Antisemiten im selben Zug sitzen. Das einzige, was uns unterscheiden wird: Es kann sein, dass ich einen Stehplatz haben werde und sie einen Fensterplatz. Aber sie werden im selben Zug sein, es wird ihnen nichts nützen."
 
Was sind das für Gedanken? Er sieht und ahnt Schlimmes, er will nicht, er wehrt sich, er weigert sich, aber das Boot, in das er steigen muss, hat er klar vor Augen.
 
Hochinteressant ist, dass er den von ihm als Antisemiten bezeichneten Juden besondere Erkenntnisfähigkeit zuschreibt:
 
"Jüdische Antisemiten haben eine besondere Antenne, die ihnen sagt, dass ihre Existenz als Juden gefährdet ist."
 
wieso verweist er dabei auf die angeblichen Antisemiten?
 
"mental merke ich, dass es plötzlich viele Leute für möglich halten, dass Israel diesen Konflikt nicht überlebt."
 
warum schreibt er seine eigenen Gedanken anderen zu? Man spürt Angst und Verzweiflung in Broders Worten, Gedanken und Reaktionen und bekommt geradezu Mitleid mit ihm. Aber ich glaube, dass genau das das Allerletzte ist, was Broder erheischen will. Broder trotzt wie ein Kind gegen das, was er spürt und was er erahnt - ohne erkennen zu wollen, was ihn bewegt. Er schiebt seine Intentionen, die sein Ich zu gefährden drohen, anderen zu - und hat Furcht zu denken, was er längst erkannt hat.
 
Tja, irgendwie tut mir Broder leid, weil: Israel, seine große Liebe, steht an einem Scheidepunkt zwischen Unglück und Untergang oder ewig erscheinendem Zwist und Hadern mit sich selbst. Vielleicht hat er, wie viele Menschen, die Israel lieben, Angst, Erkenntnisse über seine Gefühle zu stellen. Als nüchterner Rationalist  - und Broder ist fähig dazu - würde er vielleicht einfach nur weinen über einen verlorenen Traum. Aber ihm fehlt die Distanz, die einst Leibowitz hatte - der große Denker Leibowitz, der das Glück hatte, sein Leben vor dem großen Desaster, was er vorhergesehen hat, in Frieden beenden zu dürfen:
 
 
"Es gibt überhaupt nur zwei Möglichkeiten. Die eine ist Krieg auf Leben und Tod, im vollen Sinne des Wortes, wobei Israel ein faschistischer Staat werden wird. Die andere Möglichkeit, die einzige, die diesen Krieg vermeiden helfen kann, ist die Teilung des Landes. Eine solche Teilung wäre sehr schmerzhaft für beide Parteien. Beide Völker würden ihren Staat haben und ihre nationale Unabhängigkeit, aber keines von den zweien im Rahmen des ganzen Landes."
[...]
"Es gibt auch Koexistenz ohne nachbarliche Liebe und ohne Freundschaft. Sie könnte die Lösung des Problems hier sein. Aber wenn die Großmächte nicht intervenieren und keine Übereinkunft zwischen dem Staat Israel und der PLO zustande kommt, dann steuern wir auf eine Katastrophe zu. Diese Erkenntnis wird heute schon von sehr vielen geteilt, die aber noch keine organisierte politische Kraft darstellen und keine Macht haben.
Das sind die zwei Möglichkeiten. Ich wiederhole: Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht!"
[...]
"Seit dem Sechstagekrieg ist der Staat Israel ein Machtapparat, ein jüdischer Machtapparat zur Beherrschung eines anderen Volkes.
Deswegen sage ich es in schärfster Form: Dieser glorreiche Sieg war das historische Unglück des Staates Israel. Im Jahre des "Völkerfrühlings", 1848, warnte Franz Grillparzer vor dem Weg, der "von der Humanität durch die Nationalität zur Bestialität führt". Im zwanzigsten Jahrhundert ist das deutsche Volk diesen Weg tatsächlich bis zum Ende gegangen. Wir haben diesen Weg nach dem Sechstagekrieg betreten. Es kommt darauf an, diesen Gang zu beenden."
 
Broder sollte das lesen. Broder - er kann das verstehen. Man muss nicht als kleiner Junge alt werden und sein Leben lang der Vernunft trotzen - und: Man muss nicht ständig anderen die Schuld für das eigene Zerwürfnis in die Schuhe schieben. Vor allem dann nicht, wenn es nichts bringt. Gar nichts. Aber es ist sein Leben. Was würde mit ihm geschehen, wenn er die Scheu vor dem Abgrund  verliert und weiterdenkt? 
 
Nun, ich befürchte, er würde sich selber und all das, was ihn in seinem Innersten ausmacht, verlieren. Und darum traue ich mich gar nicht, Broder zum Springen zu ermuntern. Was, wenn er die Landung verpaßt? Und doch - auch Broder kann sich nicht vor Erkenntnissen, die sich tief in ihm manifestieren, schützen. Diese Erkenntnisse sind ein Teil von ihm, sie sind Broder.
 
... bleibt die Frage, ob es ihm und der Heimat seiner Sehnsucht und Liebe noch etwas nützen wird, wenn er heute noch das, was Leibowitz sagte, als Realität begreift. Die Zeichen stehen auf Sturm, die Aussicht auf Besserung wird im zum Sommerregen verklärten Hagel der von jedem Hinterhofbastler herzustellenden Raketen zu einer Farce - und sowohl Broder als auch die Mahner der Gegenwart oder der Vergangenheit können das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen, um einen Neubeginn zu wagen.
 
 Es ist eine Tragik in Dimensionen, die nicht nur Broder, sondern auch die Welt noch nicht in all ihrer Weite erfasst hat. Doch vielleicht schafft Broder noch den Sprung - und findet auf neue Situationen neue Antworten. Warum nicht? Broder ist einzig, nie artig, und er muss  - und kann - sich nur sich selber stellen.
 
Go, Broder!

Konrad Betz   Radevormwald, 15.07.2006

Hinweis: Der Text darf beim Zitieren nur als Ganzes kopiert werden! 

 

Lese auch:

Kommentare zu einem Interview des Wochenmagazins "Tacheles" mit Henryk Broder: «Wir sind alle traumatisiert» - Der Publizist und Journalist Henryk Broder über jüdischen Antisemitismus, Selbsthass und Judenfragen.

Dazu Thomas Immanuel Steinberg - Der antisemitische Popanz - Broder, der Alt-Berliner Zionist und Kommunistenfresser, hat was gegen Antizionismus. In einem Interview (1) erklärt er: „Es gibt keinen Antizionismus, der seinen Ursprung nicht im Antisemitismus hätte.“

 Dazu Anis Hamadeh: -Tachles, das jüdische Wochenmagazin (Schweiz), «Wir sind alle traumatisiert». Der Publizist und Journalist Henryk Broder über jüdischen Antisemitismus, Selbsthass und Judenfragen.

Dazu Erhard Arendt: Ein Staat, der auf "jüdischen Werten" gegründet wird, ist schon dadurch rassistisch, weil er alle anderen Nicht-Juden diskriminieren muss, was ja auch in Israel geschieht. mehr >>>

"Unser Netzwerkfreund" Henryk Modest Broder (HMB) liefert in dem Interview mit der schweizerischen Website "tachles" anscheinend sein eigenes Psychogramm ab. Das Psycho-Duo Chomsky und Finkelstein, das HMB auszumachen scheint, sollte zum Trio mit Broder erweitert werden. Sie könnten als Muppet-Show auftreten. Bei so viel Intelligenz wäre es wohl sehr unterhaltsam.

Broder  bedient die gleichen Klischees von jüdischen Selbsthasser, die die zionistische Propaganda verbreitet. Ich habe noch nie einen "Antizionisten" kennen gelernt, der Antisemit war.

Wäre es nicht eine so ernsthafte,  diffamierende Feststellung, die das Honestly Concerned Klischee. "Natürlich kann man Israel kritisieren, aber....." noch unmissverständlicher darstellt, könnte man darüber hinweggehen.

Dieses Hirngespinst scheint es nur in Broders zionistischer Gedankenwelt zu geben. Jüdischer Selbsthass ist ein pathologische Kategorie, also nichts für eine seriöse Debatte.

Auch so kann man (in Netzwerkart) versuchen die jüdischen Kritiker, die das richtige aus der Vergangenheit gelernt haben, zu erledigen. So kann man deren berechtigte Kritik aus dem Weg gehen, es könnte  ja das eigenen oder das Weltbild anderer sich verändern müssen......

Wenn man gerecht ist, die Scheuklappen absetzt und ehrlich ist, muss man feststellen, der Zionismus ist die jüdische Form des Nationalismus. Ein Staat, der auf "jüdischen Werten" gegründet wird, ist schon dadurch rassistisch, weil er alle anderen Nicht-Juden diskriminieren muss, was ja auch in Israel geschieht.  Um nicht den "falschen" eine "Freude" zu machen: Selbstverständlich hat das nichts mit dem Existenzrecht Israels zu tun. Aber, eine demokratische Gesellschaft schließt Rassismus aus.

Broder teilt wohl seine Phobie mit seinen antideutschen Netzwerkfreunden, die teilweise als nichtjüdische Deutsche und fundamentalistische Christen eine besondere Art von Rassismus zeigen. In der, nur  ihnen eigenen Variante sind sie fast extremer als HMB. Broder sollte sich in acht vor den antisemitischen Philosemiten nehmen. Ich hätte ihn für intelligenter gehalten.

Wie abgedreht alles ist, zeigt seine Unterstellung gegenüber seinen eingebildeten "jüdischen Antisemiten". So lieferten sie Argumente gegen Israel, um zu zeigen, "dass sie schon auf der richtigen Seite sind". Sie haben einfach nicht die falschen Lehrer gehabt und das was zum Holocaust führte nicht nur auf die Juden begrenzt. Täter gibt es überall.   Dass er dabei Abi Melzer und Hajo Meyer (den er hemmungslos einen  Berufsüberlebenden nennt) nicht auslässt überrascht nicht. Dass er sich auf Lasters Rubrik "Hall of Fame" bezieht, in die gewissen so genannte selbsthassende Juden gehörten, zeigt einen intellektuellen Tiefflug.  Wer die mehr als fragwürdigen Ansichten der Antideutschen, der christlichen Fundamentalisten eines gewissen Laster, oder eine "Chefredakteurs" von HC teilt, benimmt sich wie der HMBamster im Laufrad, er bewegt sich scheinbar und doch  nicht weiter. Schade um das vergeudete Talent im Kampf für eine friedliche Gesellschaft.  E. Arendt

Lese auch:

Dazu Konrad Betz: "Broder beschreibt, was er sieht, was er selber fühlt. Broder hat Angst."

 Der antisemitische Popanz - Broder, der Alt-Berliner Zionist und Kommunistenfresser, hat was gegen Antizionismus. In einem Interview (1) erklärt er: „Es gibt keinen Antizionismus, der seinen Ursprung nicht im Antisemitismus hätte.“ - Thomas Immanuel Steinberg

Dazu Anis Hamadeh: -Tachles, das jüdische Wochenmagazin (Schweiz), «Wir sind alle traumatisiert». Der Publizist und Journalist Henryk Broder über jüdischen Antisemitismus, Selbsthass und Judenfragen.

"Sicherheit für Israel und Freiheit für die Palästinenser": Gemeinsamer Aufruf der Kirchenvertreter in Jerusalem


JERUSALEM, 13. Juli 2006 (
ZENIT.org).- In einer gemeinsamen Erklärung haben mehrere Vertreter der Kirchen in Jerusalem, darunter auch der Lateinische Patriarch Erzbischof Michel Sabbah sowie Franziskanerpater Pier Battista Pizzaballa, Kustos des Heiligen Landes, zur dramatischen Zuspitzung der Lage in Israel/Palästina Stellung genommen.

Sie erteilen jeglicher Gewalt eine klare Absage und unterstreichen, dass sie den Kampf gegen den Terrorismus voll unterstützen. Ebenso vehement erinnern sie allerdings daran, "dass dieser Kampf mit der Beseitigung der Wurzel aller Gewalt beginnen muss, mit der Beseitigung der Unfreiheit der Palästinenser".

Das Leben des Menschen und seine Würde gelte es zu achten, fordern neben den bereits genannten Hirten auch Vertreter der koptisch-orthodoxen Kirche, der syrisch-orthodoxen Kirche, der griechisch-katholischen Kirche und der armenisch-apostolischen Kirche.

Während sie die Verantwortlichen dazu aufrufen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, appellieren sie an die internationale Gemeinschaft, aktiv einzugreifen und eine diplomatische Lösung herbeizuführen.

Die Reaktion der israelischen Führung auf die Entführung eines israelischen Soldaten sowie die Ermordung eines israelischen Zivilisten, die von den Kirchenvertretern ebenfalls verurteilt werden, wird als "überproportional und unberechtigt" kritisiert.

Die gemeinsame Erklärung wurde noch vorm Einmarsch der israelischen Bodentruppen in den Libanon veröffentlicht, wo die schiitische Hisbollah-Miliz zwei weitere israelische Soldaten festhalten soll. Aktuellen Meldungen zufolge sind an dieser zweiten Kriegsfront mindestens 39 Menschen gestorben, darunter zehn Kinder. Mindestens 56 Menschen wurden verletzt.
ZG06071308

Jüdische Friedensfrau Roni Hammermann in der Martin Luther Kirche (31.5.)

 

 „Kritik an Israel hat mit Antisemitismus nichts zu tun“, sagte die Jüdin Roni Hammermann bei ihrem Besuch im Mai in der Martin-Luther-Kirche. Beim Nachdenken über den Holocaust dürfe man nicht bei den Opfern stehenbleiben, sondern müsse daraus die Verpflichtung ableiten, nicht zu schweigen, wenn in unserer Umwelt Unrecht sich