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Dosier - Rassismus in Israel

Rassismus bei einer Konferenz - Presseerklärung von Gush Shalom - In einem Brief an den Staatsanwalt Menny Mazuz ruft Gush Shalom zu einer Ermittlung  gegen die Siedler-Rabbiner Zalman Melamed, Dov Lior und Yisrael Damet auf, um sie wegen rassistischer Hetze anzuklagen. Die drei Rabbiner sprachen neulich bei einer Konferenz der extremen Rechten in der Stadt Ramleh. Das ausdrückliche Ziel der Konferenz war: Eine Diskussion über die geeignete Haltung gegenüber der arabischen Minderheit und zwar vom jüdisch-religiösen Standpunkt aus. Rabbiner Lior aus der Siedlung Kiryat Arbar sagte, dass es ein Fehler gewesen sei, den 6-Tage-Krieg nicht dazu zu benutzen, das Land vollständig von seinen ausländischen ( d.h. arabischen) Bewohnern zu befreien und dass dieser Fehler durch ein intensives Regierungsprogramm korrigiert werden müsse, das zum Ziel hat, die Palästinenser in arabische Länder „umzusiedeln“.  >>>

„Alle Palästinenser müssen getötet werden – Frauen, Kinder, selbst ihr Vieh“ - ISM/G - FK - In einem von der israelischen Tageszeitung Haaretz veröffentlichten und in Israel viel beachteten Artikel rief der israelische Rabbiner Yisrael Rosen am 26.März zum Völkermord an den Palästinensern auf. Rosen, welcher dem religiösen Tsomet-Institut vorsteht, vertritt in dem Artikel die Meinung, die Torah legitimiere indirekt die Vernichtung der Palästinenser. Zahlreiche bedeutende israelische Rabbiner stimmten Rosens Meinung zu. In seinem Gutachten vergleicht Yisrael Rosen die Palästinenser mit dem Volk der Amalekiter, die nach jüdischer Überlieferung israelitische Stämme nach ihrer Flucht aus Ägypten angriffen. Rosen schreibt, dass Gott die Tötung der Amalekiten in der Torah legitmiert habe und, dass dies zum Bestandteil jüdischer Rechtssprechung geworden sei >>>

1.4.2008 - Bürger dritter Klasse - Gezielte Diskriminierung arabischer Israelis. Massenvertreibung durch Beschlagnahme Hunderter Quadratkilometer Land seit 1948 - Rosso Vincenzo - In der arabisch-israelischen Hafenstadt Jaffa südlich von Tel Aviv demonstrierten Ende vergangener Woche mehr als 1500 arabische Israelis zusammen mit jüdisch-stämmigen Aktivisten gegen die drohende Vertreibung von 300 palästinensischen Familien aus dem arabischen Stadtteil Ajami in der Altstadt von Jaffa sowie gegen die Konfiszierung der Hälfte des einzigen moslemischen Friedhofs der Stadt.

Study: Israeli Jews becoming increasingly racist toward Arabs - Avirama Golan - Israel's Jewish community increasingly supports the delegitimization, discrimination and even deportation of Arabs, found a report on racism in Israel, set to be released Wednesday.

21.2.2008 - Obberrabiner Eliyahu ruft zur Zerstörung Beit Hanouns auf -  ISM/G-FK - Der Oberrabbiner der israelischen Stadt Safed, Shmuel Eliyahu, rief am Mittwoch die israelische Armee zur Zerstörung der palästinensischen Stadt Beit Hanoun im Gazastreifen auf. Die Zerstörung der 35.000-Einwohner-Stadt sei die „einzige effiziente Lösung“, um den Beschuss mit Qassam-Raketen zu beenden.

Israelischer Rabbi ruft zur ethnischen Säuberung von Nichtjuden auf - Yona Metzger, Oberrabiner der Aschkenazim in Israel, rief in einem Interview mit dem British Weekly am Montag dazu auf Millionen Palästinenser in die Wüste Sinai zu vertreiben. „Bring all die armen Menschen aus Gaza in ein wundervolles modernes Land mit Zügen, Bussen und Autos, wie in Arizona in Amerika. Das wird eine Lösung für die armen Menschen sein.“ >>>
(...)  Einige Wochen zuvor bezeichnete der israelische Rabbiner David Batsri Araber als „Esel“, die vom Allmächtigen in menschlicher Gestalt geschaffen wurden, um zu arbeiten und bestimmte Aufgaben auszuführen.>>>

Studie: Rassismus gegen Araber weiter auf dem Vormarsch - Anstieg der Gewalttaten gegen israelische Araber - Jerusalem - Israelische Bürgerrechtler haben vor einem Anstieg des Rassismus gegen die im Land lebenden Araber gewarnt. Die Ablehnung arabischer Bürger sei in Israel "in allen Bereichen" auf dem Vormarsch, erklärte die israelische Vereinigung für Bürgerrechte in ihrem am Samstag veröffentlichten Jahresbericht.

Israelischer Institutsbericht belegt Rassismus gegen Araber - Zu Beginn der internationalen Woche der Menschenrechte veröffentlichte die „Gesellschaft für Bürgerrechte in Israel“ (Association for Civil Rights) ihren jährlichen Bericht. >>>

Israelischer Rassismus gegen Araber so hoch wie nie zuvor - ISM/G-FK

Trojanisches Pferd auf der Likud-Liste - Der radikale Siedler Mosche Feiglin steht auf der Likud-Liste für die Parlamentswahlen, kocht aber sein eigenes Süppchen. Er gründete die nationalistische "Jüdische Führung". - Susanne Knaul

???? Gespräch mit Rabbi Schlomo Aviner - Die arabischen Dörfer Anata, Schoafat, Dschabel Mukaber und Tsur Bacher sind für uns genauso jüdischer Boden wie die jüdischen Wohnviertel Jerusalems Gilo, Pisgat Seev und Ramot“, sagte der Rabbiner und Leiter der Ateret Kohanim Jeschiwa, Schlomo Aviner, im Gespräch mit israel heute. ???

Das Begräbnis der zivilen Ehe in Israel - Shulamit Aloni -  Die israelischen Bürger sind in zwölf religiöse Gruppen aufgeteilt. Jede Person ist in ihre Gruppe hinein geboren. Der Jude, dessen Mutter eine Jüdin ist, ist der Tyrannei der Rabbiner ausgeliefert, der Muslim der Tyrannei der Kadis und die Drusen haben ihre eigenen religiösen Führer genau wie die Christen, die Armenier und alle anderen. Und sie dürfen nicht untereinander heiraten, da Israel keine Ehe vor dem Standesamt kennt . Diese Vereinbarungen über keine zivile Ehen in einem Land, das behauptet, demokratisch zu sein, kamen nur deshalb zustande, um die Reinheit des jüdischen Genius zu bewahren. >>>

AI: Israel muss seine Diskriminierungspolitik beenden -  Amnesty International (AI) rief Israel dazu auf, konkrete Schritte einzuleiten, um die rassistischen Diskriminierungen, die UN-Experte John Dugard in seinem Bericht betonte, zu beenden. 

26.2.2007 - Israel: Künftige Ministerin bezeichnete Araber als "Pest" - In Israel herrscht Aufregung wegen der Ernennung der rechten Politikerin Estherina Tartman zur neuen Tourismusministerin. Ihre Gegner werfen ihr Rassismus vor ...

Rabbi Josef: Keine Gnade für Araber - Die britische BBC berichtet: “Der gesitige Führer der ultraorthodoxen israelischen Shas-Partei, Rabbi Ovadia Josef, hat mit einem Gebet für die Ausrottung der Araber Entrüstung provoziert.

Eine Freiheitsfahrt - Uri Avnery - Gestern hätte eine Verordnung des Generals Yair Naveh, Kommandeur des Abschnitts Mitte, rechtsgültig werden sollen. Sie verbietet israelischen Fahrern, in den besetzten Gebieten einen palästinensischen Passagier mitzunehmen. (...) Mehrere Organisationen planten für den Tag, an dem die Verordnung gültig werden sollte, eine Protestaktion. Sie organisierten eine „Freiheitsfahrt“ israelischer Autobesitzer, die in die Westbank fahren (auch dies schon ein Delikt) und Palästinenser mitnehmen sollten, die sich freiwillig für diese Aktion gemeldet hatten.

Palästina 2007: Genozid in Gaza, ethnische Säuberung in der Westbank - Ilan Pappe - Es ist noch nicht lange her, dass ich behauptete, Israel führe eine genozidale Politik im Gazastreifen durch. Ich zögerte zunächst sehr, ob ich diesen belasteten Ausdruck verwenden solle – entschied mich dann aber doch dazu. Die Reaktionen, die ich darauf erhielt, auch von führenden Menschenrechtsorganisationen, machten deutlich, dass sie bei der Anwendung dieses Ausdruckes ein ungutes Gefühl hatten. Ich dachte noch einmal darüber nach und kam zu der Überzeugung, diesen Terminus heute erst recht anzuwenden: es ist die einzig richtige Weise, das zu beschreiben, was die israelische Armee im Gazastreifen tut.

Keine Einreise für die Liebe

Keine Einreise für die Liebe - Bild von Annamalt

Was sich nach einem Titel für ein absurdes Theaterstück anhört, ist in Israel traurige Wirklichkeit. Nach dem israelischen Ehegesetz sind Mischehen zwischen Israelis und Palästinensern unerwünscht und ein dauerhaftes Zusammenleben der Eheleute auf israelischem Territorium verboten. .... mehr >>> Bild von Annamalt - www.annamalt.de

Können Sie wirklich nicht sehen? - Amira Hass - Lassen wir jene Israelis beiseite, deren Ideologie die Enteignungen des palästinensischen  Volkes deshalb unterstützt, weil wir „Gottes  auserwähltes Volk“ sind. Lassen wir auch jene Richter beiseite, die jede militärische Politik des Tötens und der Zerstörung  vertuschen (whitewash) . Lassen wir auch jene Militärkommandeure beiseite, die bewusst ein ganzes Volk in Pferche sperren, die von Mauern, Festungs- bzw. Beobachtungstürmen, Maschinengewehren, Stacheldraht und  blendenden Scheinwerfern umgeben sind. Lassen wir auch die Minister beiseite. All diese werden nicht unter die Kollaborateure gerechnet. Sie sind die Architekten, die Planer, die Konstrukteure und Ausführenden. Aber da gibt es noch andere. Historiker und Mathematiker, leitende Redakteure, Medienstars, Psychologen und Hausärzte, Rechtsanwälte, die nicht Gush Emunin und Kadima  unterstützen,  Lehrer und Pädagogen, Leute, die gern wandern oder singen oder High-tech-Genies. Wozu gehören  Sie? Und was ist mit denen, die sich wissenschaftlich mit Nationalismus, dem Holocaust und den Sowjet-Gulags befassen?  Können Sie mit all den systematischen  Diskriminierungsgesetzen  einverstanden sein? ... mehr >>>

Brief vom anglikanischen Bischof Riah H. Abu El-Assal -  6. August 2004 (...) Nach dem Flugplan sollte ich Tel Aviv mit der Swiss Air Line, Flugnummer 255D um 15 Uhr 55  verlassen. Ich ging wie gewöhnlich zur Gepäck- und Sicherheitskontrolle . Nachdem man mir relevante und irrelevante Fragen  zur Sicherheit gestellt hatte, endete die junge Sicherheitsbeamtin mit der Frage, warum ich kein israelisches Visum  hätte -- dabei habe ich  doch einen israelischen Pass. Dann ließ sie mich  mein Gepäck auf das Förderband legen, damit es durchleuchtet werden kann. Mein Koffer und mein Pass wurden  dann mit einem blauen bzw. grünen Sticker versehen. Dann eilte sie zu einem Aufseher, der anordnete, dass das Förderband angehalten wird. Er näherte sich mir und fragte: „Englisch oder Hebräisch?“

Israels Araber- Auch im Raketenhagel nur Bürger zweiter Klasse

Offensive gegen Geschlechtertrennung in Bussen - JERUSALEM (inn) - Die jüdische Reformbewegung in Israel hat geschlechtertrennende Busse als "illegal" kritisiert. Das Busunternehmen "Egged" hatte zu Beginn der Woche zwei neue Linien für ultra-orthodoxe Juden eingeführt, auf denen Männer und Frauen getrennt fahren.

 

Zusammenleben verboten
Das oberste Gericht in Jerusalem hat entschieden: Auch künftig dürfen die meisten israelisch-palästinensischen Ehepaare nicht gemeinsam in Israel leben. Menschenrechtsorganisationen halten die Entscheidung für unmenschlich.

Hassprediger des Tages: Baruch Marsel - Der Gründer und Vorsitzende der rechten israelischen Partei Jüdisch-Nationale Front , Baruch Marsel, hat die gezielte Tötung des Aachener Friedenspreisträgers und jW-Autors Uri Avnery gefordert. (...) Und weiter: Rehavam Zeevi befürwortete offen die Ausweisung aller Araber aus dem Land, und ich sehe keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen seiner Tötung und der von Anführern der palästinensischen Fraktionen.«

Sonderseite zum Mordaufruf gegen Uri Avnery >>>

Checkpoints, Tore und Terminals - rassistische Gettopolitik im 21. Jahrhundert

Israelischer Rassimus
(Empörung um die Hand-in-Hand-Schule  in Talpiot ER)
(Dies ist ein Artikel, der nur in der hebräischen Ausgabe von Haaretz erschien. Das ist nicht verwunderlich, wenn derart schreckliche Worte ausgesprochen werden. Man kann sich darüber nur schämen. Und dass diese Worte von Rabbinern ausgesprochen wurden, deren Gebiet das Geistliche sein sollte ... Wenn dieselben Worte von arabischen Geistlichen  gegen Juden ausgesprochen worden wären, hätte es einen Aufstand gegeben . Dies ist ein Problem, mit dem wir uns auch befassen müssten.

Diese Worte, die die Menschlichkeit und Würde von Menschen  verleugnen, und sie als Krankheit, Katastrophe, Laster, Arsch, unrein,  Esel,  Schmutz, minderwertig, widerlich, als Gefahr für junge Frauen .etc.... bezeichnen ... ist schändlich und ekelhaft... mehr >>>

Alles andere als Luxus:
Leben im Gaza-Streifen Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne und eine schlechte Gesundheitsversorgung bestimmen den Alltag der Palästinenser - Johannes Zang

Angst vor einer "ethnisch gemischten Stadt" in Israel

Billige Arbeit – billiger Deal - Amira Hass 17.8.05

Lob der Hetze
von Gideon Levy

Die Art der Strafe hängt von der Volkszugehörigkeit ab - von Amira Hass

Die jüdische Demokratie abwärts auf schlüpfrigem Hang - von Amira Hass

Das Israelische Amt für Zentrale Statistische Erhebungen lösche Daten der arabischen Bewohner der Negevwüste im Süden der besetzten palästinensischen Gebiete. Sie fielen damit aus den amtlichen Statistiken heraus, ihre Existenz solle ausradiert werden, wie der palästinensische Anwalt Murad Al-Sane’a deutlich machte.

 

Sane’a klagt an, dass dieser Schritt auf gleicher Linie mit Israels Politik liege, alle diejenigen Daten zu beseitigen, welche die Existenz palästinensischer sowie arabischer Einwohner in den entsprechenden Territorien beweisen, und behauptet, dass Geburtenzugänge nicht in Israels Statistiken eingingen.

 

Sane’a macht darauf aufmerksam, dass diese von Israel durchgeführte Maßnahme zur Folge habe, dass Negev-Arabern Grunddienstleistungen vorenthalten würden wie Elektrizität, Wasserversorgung, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, deren Aufteilung proportional der Bevölkerungsdichte erfolge.

 

Er unterstreicht weiterhin, dass das Israelische Amt für Statistische Erhebungen es unterlassen habe, Informationen über die wirtschaftlichen, sozialen und medizinischen Bedingungen jener Einwohner zu veröffentlichen, die gezielt durch die israelische Regierung an den Rand gedrängt würden.

 

Die über Negev-Nomaden vorliegenden kargen Daten, ausgewiesen als „verstreute Nomadenansammlungen“, seien „irreführend und fehlerhaft“ meinte der Anwalt. 

http://www.aljazeera.com/me.asp?service_ID=9183

 12. Juli 2005

13.07.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk


Zum Vergrößern das Bild anklicken.
Hebron, Bild vom Suk. "Müllentsorgung israelischer Siedler auf den Köpfen der Palästinenser". Nur Netze halten den Dreck grob ab. -  Foto von Dr. Then

Der Gaza-Streifen ist die perfekte Verwirklichung der israelischen Vorstellung von »Separation«. Umstellt mit elektrischen Zäunen und Armeeposten, von der Außenwelt völlig abgeschlossen, ist Gaza zu einem riesigen Gefängnis geworden. Etwa ein Drittel seiner Fläche wurde für 7000 dort lebende israelische Siedler und für Verteidigungsmaßnahmen konfisziert, während mehr als eine Million Palästinenser in den übrigen Gebieten des Gefängnisses eingepfercht sind. Ohne Arbeit und Einkommen, sind 80 Prozent der Bewohner zum Bestreiten ihres Lebensunterhalts auf UNRWA, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, oder auf Spenden arabischer Staaten und Hilfsorganisationen angewiesen. Inzwischen gibt es israelische Überlegungen, dort auch Familien von Selbstmordattentätern einzukerkern. Wie ein renommierter israelischer Kommentator schrieb, dient Gaza inzwischen als »die Strafkolonie« Israels, als seine »Teufelsinsel Alcatraz« (Nahum Barnea in Yediot Aharonot vom 21.06.).
Quelle

Was würde man sagen, wenn .....
Von Hans Lebrecht, Kibbutz Beit-Oren, Israel

Was würde man sagen, wenn irgend ein Land ein Gesetz erlassen würde, das Eheleuten verschiedener Staatsangehörigkeit, nationaler Herkunft oder Religionsgemeinschaft aus solcherlei Mischehen per Gesetz nicht gestatten würde, sich gemeinsam in ihrem Land niederzulassen und zusammen ein Familienleben gründen wollten? Vergehen gegen die Menschenrechts Charter, Rassismus oder einfach Unmenschlichkeit zum Zwecke der >>Reinhaltung des national-religiösen Charakters<< des Landes? Der Leser kann sich daraus beliebig aussuchen, was er will.

So eine Gesetzes Abänderung bestätigte eine 53 zu 25 Mehrheit des israelischen Parlaments, der Knesset am Donnerstag (31. Juli) kurz vor Beginn der Sommerferien. Nicht etwa, dass diese Abänderung eines Paragraphen des seit 1953 geltenden Staatsbürgerrechts Gesetzes an seinem sowieso rassistischen Charakter geändert hätte. Ist doch schon darin festgelegt, dass ein Angehöriger des jüdischen Glaubens, von einer jüdischen Mutter geboren, oder nach den streng orthodoxen Glaubensgesetzen zum Judentum übergetretene Person, in Eretz-Israel geboren oder vom ersten Moment seiner Ankunft in Israel zum erklärten Ziel, sich da niederzulassen, die israelische Staatsangehörigkeit mit all dazu gehörigen Rechten und Pflichten per sofort erwerben kann. Dem gegenüber ein >>Nichtjude<<, darunter fallen auch Angehörige der in Israel lebenden einheimischen arabisch-palästinensischen Bevölkerungsgruppe (offiziell nicht als Minderheit anerkannt). Nichtjuden, also auch in Israel geborene und lebende Araber haben diesem Gesetz zufolge das Recht, zwischen dem Alter von 18 bis 23 einen Antrag zur Erwerbung der israelischen Staatsangehörigkeit zu stellen. Wenn die Sicherheitsbehörden keine Bedenken einreichen, wird einem solchen Antrag im Allgemeinen stattgegeben. Bei Eheschließungen eines israelischen Bürgers mit einem nichtjüdischen ausländischen Partner kann der sich in Israel niederlassende Ehepartner ebenfalls die israelische Staatsangehörigkeit erwerben.

Nun hat jetzt die Knesset die Abänderung eines Paragraphen dieses Gesetzes beschlossen. Danach wird es >>eingereisten<< palästinensischen Ehepartnern und aus dieser Ehe entstandenen Kinder nicht mehr gestattet sich in Israel niederzulassen und die israelische Staatsangehörigkeit zu erhalten. Ich betone, die Gesetzes Abänderung betrifft ausschließlich arabisch-palästinensische Ehepartner, nicht solche aus anderen Ländern der Erde eingereisten nicht-arabische oder nicht-palästinensische Ehepartner. Solche Ehepartner können demnach nicht mehr in Israel, sondern nur im Ausland oder in den besetzten palästinensischen Gebieten zusammen wohnen, oder getrennt leben. Darin liegt der rassistische menschenfeindliche Charakter der jetzt beschlossenen Abänderung des sowieso rassistischen Staatsbürgergesetzes.
Wie gesagt: Was würde man sagen, wenn irgend ein anderer Staat ein solches Gesetz verabschieden würde, in welchem die Definition >>nichtjüdisch<<, >>arabisch<< oder >>palästinensisch<< durch >>jüdisch<< ersetzt werden würde? Ich glaube, die Antwort versteht sich von selbst.
Das in Israel legal wirkende arabische Adalat Menschenrechts Komitee, sowie einige Knesset Mitglieder der Meretz Partei und arabische Abgeordnete der Arabischen Einheitsliste und der von der KP beeinflussten Hadash Fraktion haben einen Antrag an den Obersten Gerichtshof eingereicht. Sie fordern den Gerichtshof auf, den am Donnerstag beschlossenenen Zusatz zum Staatsbürgergesetz zu annullieren, da dieser dem vor einigen Jahren eingeführtem Grundgesetz über Menschenwürde und Gleichheit vor dem Gesetz widerspricht.

Siedler setzen wilde Eber frei - Palästinenser schwer verwundet - Erneut haben israelische Siedler aus der illegalen Siedlung Ariel eine Herde von Ebern in der nördlichen Westbank freigelassen, die einem 53-jährigen schwere Verletzungen zufügten.

Despotie oder Demokratie - Moshe Zimmermann - Der Konflikt geht an die Wurzeln: Israel versucht den Spagat zwischen jüdischer Identität und freiheitlichem Staat. Sind kollektive Rechte für Minderheiten mit der Anerkennung der Hegemonie einer ethnischen Gruppe möglich?

Die Ur-Unlogik - von Amira Hass - Nichts ist logischer, als willkürliche Zeiten festzusetzen, an denen die Palästinenser ihr Haus verlassen dürfen bzw. heimkehren. Nichts ist logischer, als ihnen zu verbieten, mit ihren Erzeugnissen im Pick-up direkt vom Feld auf den Markt zu fahren. Und es ist auch logisch, ihnen zu verbieten, Besuch zu bekommen, Eselskarren oder Fahrrad zu benutzen oder die Eltern ein paar Kilometer entfernt zu besuchen bzw. -  ohne Koordination  - eine Ziege ins Haus zu bringen, damit die Kinder wenigstens frische Milch haben. Nichts ist logischer, als Palästinenser einzuzäunen - in ihre Dörfer, Wohnviertel, auf ihrem Land - mittels elektronischer Barrieren. Raus darf dann nur noch, wer ein bestimmtes Mindestalter hat. Und was könnte wohl logischer sein, als 19-jährige (israelische) Soldaten als Wachposten an die Tore zu stellen. Manchmal machen sie zur rechten Zeit auf, manchmal aber auch nicht. Diese Soldaten setzen Regeln durch wie diese: 29-jährige dürfen nicht raus, 30-jährige dürfen, Schwangere dürfen raus, Nichtschwangere nicht. Es ist auch logisch, jeglichen Durchgang zu verbieten, sobald der Shin Bet (israelischer Inlandsgeheimdienst) dies urplötzlich für nötig hält. Ausgesperrt sind: ein 65-jähriger, der 1 1/2 Kilometer entfernt einkaufen ging, ein junger Mann, der vom Zahnarzt heimkommt, eine Mutter, deren Kinder zu Hause sitzen - nur Kinder unter 21 Monate dürfen raus. Ist doch völlig logisch, einem Palästinenser zu verbieten, an den 300 Meter von seinem Haus entfernten Strand zu gehen, oder? >>> mehr

Gleichberechtigung als strategische Gefahr - von Sabine Matthes - Azmi Bishara, einer der bekanntesten palästinensischen Israelis, gibt sein Mandat im israelischen Parlament auf und wählt das politische Exil. Der Fall scheint klar: gegen ihn wird von Seiten israelischer Sicherheitsbehörden wegen „Landesverrats in Kriegszeiten“ ermittelt, er steht im Verdacht, der libanesischen Hizbullah im Sommer 2006 strategisch wichtige Informationen geliefert zu haben. Doch die Dinge liegen komplizierter, wie ein Blick auf den politischen Kontext in Israel zeigt

Der Oberste Gerichtshof hat es nicht eilig - Amira Hass - Hätte der Verteidigungsminister Amir Peretz  mit Taten beweisen wollen, dass er Rassismus für verachtenswert und gefährlich hält – wie man es aus seinen Bemerkungen gegenüber seinem Kollegen, dem Minister für strategische Angelegenheiten Avigdor Liebermann, verstanden hatte – dann hätte er seine Autorität eingesetzt und noch rechtzeitig eine  Instruktion zurückgenommen ... mehr >>>

Ernennung von arabischem Minister verursacht stürmische Debatte - Erstmals ist ein Araber zu einem israelischen Minister ernannt worden. Die Fraktionsvorsitzende der Einwandererpartei Israel Beiteinu kritisierte die Entscheidung von Verteidigungsminister Amir Peretz am Donnerstag als "Angriff auf den Zionismus".

Die Tagebücher von Moshe Sharett – der Israels erster Außenminister und zweiter Ministerpräsident war.

Sharetts Tagebuch und Livia Rokachs Studie - Sharett hat ein hebräisches Tagebuch geführt, aus dem sein Sohn Yaqov Sharett 1979 politisch wichtige Eintragungen veröffentlichte. Dem Tagebuch zufolge betrieben David Ben Gurion und seine Kabinette, Sharett eingeschlossen, systematisch die Expansion Israels auf Kosten aller seiner Nachbarstaaten. Die eingesetzten Mittel mißfielen Moshe Sharett, darunter Massaker, die Flugzeugentführung, die Einschleusung von Attentätern, die Vortäuschung von Bluttaten der Gegner mit einkalkulierten israelischen Opfern und der Plan zur Errichtung eines Maronitenstaates im Südlibanon. Doch Sharett begehrte nie auf. 1980 veröffentlichte Livia Rokach, die Tochter des Innenministers unter Sharett, Israel Rokach, auf Englisch eine politische Studie mit Auszügen aus den Tagebüchern Moshe Sharetts und weiteren Dokumenten. Das Buch zeichnet von den politischen Zielen und Methoden des frühen Staates Israel ein Bild des Grauens. Unter dem Deckmantel der Vergeltung für gegnerische Taten trieb Israel seine Expansion mithilfe blutiger Provokationen voran.  Rokach schreibt in ihrer Einleitung über Sharett: „Er erkannte sehr klar, dass die Logik hinter Israels Sicherheitsdoktrin nichts anderes als Faschismus war und sah ganz richtig die daraus resultierende moralische Korruption im Innern und die zunehmende Gewalt auf regionaler Ebene voraus.“  mehr >>>

Moshe Sharett: Diplomatie statt Gewalt -"Dieses Buch ruft dem deutschen Leser zum ersten Mal eine alternative Position in der Politik des frühen israelischen Staates ins Bewußtsein." - Prof. Dr. Michael Brenner, Historisches Seminar der Universität München, Abteilung Jüdische Geschichte und Kultur - Moshe Sharett gehört zu den Gründungsvätern Israels. Aber anders als sein Gegenspieler Ben-Gurion ist Sharett, Regierungschef (1953-55) und langjähriger Außenminister (1949-56) seines Landes, heute weitgehend vergessen. Dabei steht er, wie diese Studie zeigt, für ein grundsätzlich anderes Verhältnis Israels zu seinen Nachbarn als es sich in der Folgezeit etablierte, für eine andere Konzeption der israelischen Politik. Somit ist die vorliegende Arbeit - die nicht nur auf der israelischen Forschung fußt, sondern auch bislang wenig beachteten Quellen, teils in hebräischer Sprache, erschließt – ein wichtiger Beitrag zur Geschichte des Nahost-Konflikts, zur Genese eines der gefährlichsten Krisenherde der Welt >>>

Israels Heiliger Terror. Eine Studie auf der Basis der Tagebücher Moshe Sharetts und anderen Dokumenten von Livia Rokach - Amazon

Essay: Kurze Chronik einer Kette von Brandstiftungen in Israel/Palästina und den Nachbarländern - Reuven Moskovitz -  Unter uns Juden stellt man schon mal die Frage „Wie kommt es, dass so viele Juden eine lange Nase haben?“ Die schlagfertige Antwort lautet: „Weil es  Moses gelungen ist,  die Juden 40 Jahre lang in der Wüste an der Nase herumzuführen“. Die zeitgenössischen israelischen Machthaber können sich mit einem Rekord schmücken: Es ist ihnen gelungen, die meisten Juden und einen großen Teil der Welt 60 Jahre lang an der Nase herumzuführen und sich dennoch als glaubwürdige Vertreter des gefährdeten jüdischen Volkes zu zeigen, die nur Frieden und Sicherheit suchen... mehr >>>

Rechtsextremer Vizepremier Lieberman fordert Trennung von Juden und Arabern
"Minderheiten sind das größte Problem der Welt"

Avigdor Lieberman - Vorsitzender der Partei Israel Beitenu - Vizepremierminister  von Israel - Minister für strategische Angelegenheiten -  W. Frankenberg

Liebenswürdiger Mann - Uri Avnery 

Vize-Regierungschef Lieberman: Araber und Juden in Israel trennen - Vorbild soll geteilte Insel Zypern sein.

Olmerts rechter Neuzugang - "Sollten Gaza wie die Russen Tschetschenien behandeln"

Sonderseite Avigdor Lieberman

Ziel Groß-Israel - Seit über 100 Jahren betreiben konservative jüdische Kreise die Gründung eines rein jüdischen Staates auf arabischem Gebiet (Teil I) - Jürgen Aust

Der Besatzer bestimmt, was Recht und Gerechtigkeit ist - Amira Hass - Wenn ein Palästinenser einen Israeli tötet – einen Soldaten oder Zivilisten -  dann wird dessen Name und Foto und die Einzelheiten dieses Vorfalles genau veröffentlicht . Der Palästinenser wird automatisch  zu lebenslänglich verurteilt und sein Ministerpräsident oder der Führer seiner Organisation wird dafür verantwortlich gemacht und ist fortan ein Ziel für Verhaftung und Ermordung. Die Soldaten, die palästinensische Zivilisten töten, werden unter einem großen  Schutzschild der Besatzungsarmee abgeschirmt. Ihre Namen werden nicht in der Öffentlichkeit bekannt und ihre Ministerpräsidenten und Kommandeure werden nicht zur Verantwortung gezogen.

Freace - "Sie wollten nur gemeinsam nach Hause gehen"
Eine rassistische Nation
Rassismus in Israel - Araber als Nachbarn unerwünscht

Die Art der Strafe hängt von der Volkszugehörigkeit ab. - (oder: Zweierlei Maß) - Amira Hass - Sicherheitsgefangene die israelische Araber sind, werden auf drei Ebenen diskriminiert, verglichen mit israelischen Juden, die Arabern Schaden zugefügt haben

Israels kleines hässliches Imperium - Die Regierung Olmert plant den Rückzug aus dem Großteil des Westjordanlands. Die großen Siedlungen will sie dabei annektieren. Das würde den Krieg zwischen Israelis und Palästinensern weiter verlängern. Der Einmarsch im Gaza-Streifen könnte Vorbote dieser Entwicklung sein. - von Amos Elon

to understand the ongoing war of Israel, perheps you can help the statements of famous people in the israel. history till now. statements which are often unknown, but the declaration for expanandation. (Animation - pps Datei)

Eine rassistische Nation - von Gideon Levy - Auch wenn es nicht so aussieht, die Wahlen in dieser Woche sind wichtig, weil sie das wahre Gesicht der israelischen Gesellschaft offenbaren und ihre verborgenen Ziele: mehr als 100 gewählte Kandidaten werden zur Knesset geschickt – auf Grund einer Karte – der Rassismuskarte. Auch wenn wir gewöhnlich denken, dass zwei Israelis drei Meinungen haben, hier wird deutlich, dass fast jeder Israeli nur eine Meinung hat – Rassismus.

Rassismus in Israel - Araber als Nachbarn unerwünscht

Acht Frauen - Ist es nicht wunderbar dieses Israel? Kann man darüber nicht stolz sein? - Dorothy Naor ( New Profile)
Acht Frauen aus dem israelisch-arabischen Dorf Jaljulia wurden  mitten in der Nacht  - die übliche Zeit für israelische Polizei- und Militärüberfälle – aus dem Schlaf gerissen. Sie wurden von ihren Familien weggezerrt, zur Polizeistation gebracht und später  entweder vor oder bei Morgendämmerung ohne einen Pfennig am Checkpoint von Qalandia einfach abgesetzt. Man sagte ihnen noch, sie sollten sich in die besetzten Gebiete aufmachen  wer weiß wohin; denn ihr Zuhause war seit Jahren in Jaljulia gewesen. Was hatten sie verbrochen? Sie waren illegal in Israel, die eine seit 10 Jahren, andere seit 5 Jahren. Alle haben Kinder im Alter zwischen 6 Monaten und 5 Jahren. Die Frauen waren legal verheiratet und ihre Männer waren israelische Staatsbürger - mehr >>>

Palästinas Arbeiter ausgesperrt
Katastrophale Erwerbslosigkeit in Folge von Gazastreifen-Räumung und Ummauerung des Westjordanlandes

Hakara eskortiert Wasser zum nicht anerkannten Dorf Tel-Arad im Negev

Mit Gottes Hilfe wurde Jerusalem geteilt
B. Michael, Yesioth Ahronot, 12.7.05

Diskriminierung per Gesetz
B'tselem, das israelische Informationszentrum für Menschenrechte, erklärte gestern, dass die israelische Regierung beabsichtigt, keine Kompensationsleistungen an Palästinenser zu zahlen, die durch die israelische Armee verletzt wurden oder anderen Schaden erlitten haben.
Israel to impose tough citizenship limits on Palestinians

Rassismus: Arabische Mütter annullieren Teilnahme ihrer Söhne an einem Jüdischen Camp

 

WAFA Palestine News Agency - ACRE, 03. Juli 2005 
Vier arabische Mütter aus Acre annullierten die Teilnahme ihrer Söhne an einem jüdischen Sommerferienlager, weil der jüdische Leiter des Camps ihren Söhnen befahl, kein Arabisch zu sprechen.

 

Kawkab Khouri, die selbst als Sozialarbeiterin tätig ist, berichtete, dass sie und drei ihrer Freundinnen nach einem Sommerferienlager für ihre Kinder Ausschau gehalten hätten. Sie hätten kein arabisches Sommercamp gefunden, folglich hätten sie ihre Söhne in einem jüdischen Camp eingeschrieben.

 

Sie fügte hinzu, dass sie am ersten Tag des Camps von dessen Leiter aufgefordert worden sei, mit ihrem Sohn nicht arabisch zu sprechen. Sie könne im Lager nur hebräisch reden.

 

Khouri sagte dem Campleiter, dass dies ein rassistischer Akt sei und drohte ihm damit, diese Behandlung in den Medien öffentlich zu machen. - 05.07.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk

Israels Theokraten
Von Joshua Frank
 
Israels Regierung unternimmt gigantische Schritte, um ein theokratisches Kontrollregelwerk zu etablieren.

Neue israelische Apartheid > Familientrennmauer:
Israel will 100.000 palästinensische Ehepartner von Israelis ausweisen

Gesetz trennt israelisch-palästinensische Ehepaare  31.07.03

Jerusalem (AP) Das israelische Parlament hat am Donnerstag ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das israelisch-palästinensische Ehepaare künftig zwingt, getrennt zu leben oder Israel zu verlassen. Menschenrechtsgruppen und arabische Israelis haben das Gesetz als rassistisch verurteilt. Es soll in einem Jahr in Kraft treten.

Demnach erhalten künftig Palästinenser aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen, die israelische Araber heiraten, kein Wohnrecht in Israel. Die Regierung argumentiert, die Beschränkung sei aus Sicherheitsgründen notwendig. Sie verweist dabei auf Fälle, in denen Palästinenser aus den Autonomiegebieten ihr Aufenthaltsrecht in Israel zu Anschlägen genutzt hätten. Das Gesetz wurde mit 53 gegen 25 Stimmen bei einer Enthaltung verabschiedet.

Die internationalen Menschenrechtsgruppen Human Rights Watch und Amnesty International hatten die Abgeordneten der Knesset zuvor aufgefordert, dem Gesetz nicht zuzustimmen. Auch die israelische Menschenrechtsgruppe B'tselem kritisierte das Gesetz scharf. «Dies ist ein rassistisches Gesetz, das nach rassistischen Kriterien darüber befindet, wer in Israel leben darf», sagte ein Sprecher der Organisation. Empört äußerten sich auch Vertreter der arabischen Israelis.
 

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01.08.2003
Das israelische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das nur noch wenig von einem Verbot von "Mischehen" zwischen israelischen und palästinensischen Menschen entfernt ist.

 Eine Palästinenserin fleht israelische Soldaten an und zeigt ihnen ihre Papiere, damit sie den Checkpoint passieren und in ihr Haus in Nablus zurückkehren kann.
(IPC, 02.06.2005)

Al Mawasi-Gebiet im Gazastreifen als Schauplatz endloser Geduldsproben. Palästinenserinnen des Gebiets werden durch israelische Besatzungssoldaten am Checkpoint angehalten (IPC, 02.06.2005)

Auf der falschen Seite der Mauer
Mit der Errichtung der Trennmauer hat Israel Tausende Palästinenser zu illegalen Arbeitern gemacht. Ein Besuch in Umm Al Fahm

Schwerkranker verhaftet, ...  gefesselt im Krankenbett
 - Hanna, IWPS

Palästina, ein Gefängnis ohne Dach
von Waltraud Schauer.

Was sie sagt
 Lisa Suhair Majaj

 „In Palästina gibt es keine Schneetage – aber Tage mit militärischer Invasion“
(ISM-Aktivistin beschreibt das Leben der Kinder in Palästina unter israelischer Militärbesatzung)
 

Sie sagte: geht nach draußen zum Spielen,
aber werft keinen Ball in die Nähe von Soldaten.

Wenn ein Jeep vorbeifährt, schaut auf den Boden
Und hebt keine Steine auf – auch nicht fürs Hüpfspiel.

Sie sagte, ärgert die Nachbarn nicht – ihr Sohn wurde letzte Nacht verhaftet.
Hängt die Wäsche auf, macht die Betten, schrubbt die Graffitis von den Wänden,
bevor die Soldaten sie sehen.

Sie sagte: es gibt kein Geld, wenn euch die Schuhe drücken, schneidet sie vorne auf.
Dies haben wir zum Essen – bis morgen gibt es nichts mehr.
Nein, wir haben keine Orangen – sie haben die Bäume abgesägt.Ich weiß nicht warum. Vielleicht haben die Bäume die Panzer bedroht.

Sie sagte: es gibt kein Wasser  - wir baden erst nächste Woche wieder – so Gott will.
Bis dahin spülen wir auch die Toilette nicht.
Geht nicht in die Nähe der Olivenbäume – dort sind Siedler mit Waffen.

Nein, ich weiß nicht, wie wir die Oliven ernten werden Und ich weiß auch nicht, was wir tun werden, wenn sie die Olivenbäume zerstören werden.
Gott wird uns versorgen, wenn er will oder die UNWRA, aber sicher nicht die Amerikaner.

Sie sagte: ihr könnt heute nicht nach draußen gehen, es ist Ausgangssperre.
Geht auch nicht in die Nähe dieser Fenster; hört ihr das Schießen?
Nein, ich weiß nicht, warum die Bulldozer das Haus der Nachbarn zerstörten.
Und wenn Gott es weiß – wird er es uns nicht erzählen.

Sie sagte: heute ist keine Schule. Es gibt wieder eine militärische Invasion.
Nein, ich weiß nicht, wann sie zu Ende sein wird oder ob überhaupt.
Sie sagte: denkt nicht über die Panzer, die Flugzeuge, die Kanonen nach  oder darüber, was den Nachbarn geschehen ist.

Kommt in den Flur. Hier ist es sicherer. Macht die Nachrichten aus, ihr seid zu jung dafür.

Hört zu, ich werde euch eine Geschichte erzählen, damit ihr nicht so erschreckt.
Kan ya ma kan  - es war einmal ein Land, das Palästina hieß – oder gab es dies gar nicht?
Dort spielten Kinder auf den Straßen und  in den Feldern, auch in den Obstgärten -
sie pflückten Aprikosen und Mandeln und machten Girlanden aus Jasmin für ihre Mütter. Und wenn einmal ein Flugzeug über ihre Köpfe flog, schrieen sie fröhlich und winkten.

Kan ya ma kan - haltet euren Kopf  nach unten!

„In Palästina gibt es keine Schneetage – aber Tage mit militärischer Invasion“
(ISM-Aktivistin beschreibt das Leben der Kinder in Palästina unter israelischer Militärbesatzung)

Dieses Gedicht kam beim Kriegsgedichte-Wettbewerb 2004 in die Endrunde.
Lisa Suhair Majaj, eine amerikanische Palästinenserin, die auf Zypern lebt, sie hat Gedichte  in vielen Zeitschriften  ... veröffentlicht.
 (Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs)

Palästinenser sind Tiere - von Margrit Sprecher - Mit Bulldozern, Tränengas und Betonmischern ist Israel daran, aus dem Westjordanland das grösste Freiluftgefängnis der Welt zu machen. Zwei Millionen Palästinenser werden eingemauert. Eine Visite >>>

Oberrabbiner fordert palästinensische Kinder an Bäumen aufzuhängen - Der Oberrabbiner der israelischen Stadt Safad, Shmuel Eliyahu, rief die israelische Regierung dazu auf, die Söhne des palästinensischen Attentäters auf eine Religionsschule in Jerusalem “aufzuhängen”

10.2.2008 - Israelischer Minister fordert teilweise Zerstörung des Gazastreifens -  ISM/G-FK - Der israelische Innenminister Meir Sheetrit rief am Samstag zur vollständigen Auslöschung einiger Stadtviertel im Gazastreifen auf. “Sabotageaktionen“ sollten mit der Zerstörung ganzer Stadtviertel im Gazastreifen beantwortet werden. Dann, so Shetrit, würden die Bewohner des Gazastreifens verstehen, wie ernst die israelische Bedrohung sei.

Forderungen nach Militäreinsatz in Gaza
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Vernichtungsphantasien - Rüdiger Göbel - Israels Regierung berät über Gaza - Im Nahen Osten hatten am Wochenende Gewalt- und Vernichtungsphantasien wieder einmal Hochkonjunktur. Da sollte Land nach Ministermeinung »von der Karte getilgt« werden. Es sei nun an der Zeit, führende Politiker zu »liquidieren«, forderte ein anderes Regierungsmitglied. Erstaunlicherweise regte sich international keinerlei Protest gegen die erklärten Mordabsichten. Wie die Agenturen berichteten, wollte Israels Ministerpräsident Ehud Olmert die »gezielte Liquidierung« von führenden Palästinensern nicht ausschließen. Im Gegenteil: Man müsse diesbezüglich »methodisch und organisiert« vorgehen, meinte der Regierungschef

Nurit Peled-Elhanan über Kinder, Bildung, Rassismus und Mord - (...) Die Grausamkeit, die nicht in Worten auszudrücken ist, der ordnungsgemäße, erfinderische Missbrauch, den die besten jüdischen Gehirne zur Planung und Durchführung eingeführt haben, entspringt nicht von ungefähr. Sie sind die Frucht einer tiefgründigen und totalen Basiserziehung. Die Kinder in Israel werden innerhalb einer unnachgiebig rassistischen Weltanschauung erzogen. Die rassistische Weltanschauung stoppt nicht an den Checkpoints sondern regiert alle menschlichen Beziehungen in diesem Land. Die Kinder in Israel werden so erzogen, das Böse, das sie bestimmt sind, unmittelbar nach dem Ende ihrer Schulzeit auszuüben, als Notwendigkeit in der Realität zu sehen, in der sie berufen sind, ihre Rollen auszufüllen >>>

Noch immer eine Demokratie? - Shulamit Aloni - Die Regierung Israels  vertritt – bei allem gebührenden Respekt – nicht das jüdische Volk, sondern die Bürger des Staates Israels, die die Regierung wählten. Israel ist ein souveräner Staat, der immer noch als eine Demokratie betrachtet wird. In andern Worten : er ist ein Staat aller seiner Bürger.  Deshalb muss von den Palästinensern nicht verlangt werden, ihn als einen jüdischen Staat anzuerkennen, weil sonst jeder, der keine jüdische Mutter hat oder der nicht bei unsern strengen orthodoxen Rabbinern konvertiert ist, ein Bürger zweiter Klasse ist und dessen Rechte als Mensch und Bürger nicht abgesichert sind.

Israelische Soldaten tauschen Fotos über ermordete Palästinenser - Israelische Soldaten verkaufen Bilder von toten Palästinensern auf ihren Foto-Handys, berichtete die israelische Zeitung Ma'ariv am Donnerstag. Ma'ariv berichtete weiter, dass der Redaktion bekannt sei, dass die Soldaten auch Bilder toter Palästinenser als Bildschirmschoner verwenden, anstelle der sonst üblichen Fotos von Angehörigen oder Freunden. Die Besatzungssoldaten tauschen gerade die aktuellsten Fotos, die sie während ihres Einsatzes im Gaza-Streifen aufgenommen haben.

Ein Bild erreichte die israelischen Medien, von den berüchtigten Golani-Brigaden aufgenommen, welches Palästinenser zeigt, die während des gerade stattgefundenen Angriffs im nördlichen Gaza-Streifen zeigt. Ma'ariv sagte dazu, dass es eben nicht nur diese Elite-Truppe sei, die diese menschenverachtende Praxis betreibt. Auch bei anderen Infanterieeinheiten und Fallschirmjägern wurden ganze Sammlungen solcher grausamen Fotos gefunden. Ein Soldat sagte gegenüber Ma'ariv, dass solche Fotos ihnen ein Gefühl des Sieges vermitteln.

Ein Sprecher der israelischen Besatzung erklärte, dass die israelischen Bewaffneten Kräfte es als ihre erste Pflicht ansähen, die moralischen Werte ihrer Soldaten und Kommandeure zu bewahren und dieses Ziel weiter verfolgen.
Ma'an, 02.11.2007   Quelle - Freunde Palästinas.

"Ein großer Krieg könnte bald beginnen, und dann seid ihr auf Euch allein gestellt" - Angst vor dem nächsten großen Krieg - Aus Nazaret berichtet Ulrike Putz - Angriffe aus Syrien, von der Hamas und al-Qaida, dazu ein möglicher US-Militärschlag gegen Iran: Der Norden Israels muss sich auf Horrorszenarien einstellen. Vor allem die benachteiligten israelischen Araber fürchten sich vor einer neuen Tragödie.

Die Hebron-Taktik - Amira Hass - Etwa 25 Minuten benahmen sie sich wie die Herren des Landes. Ein Mann, dem später ein jüngerer folgte, kam von Mitzpeh Yair, einer der illegalen Außenposten in den südlichen Hebroner Bergen und hinderte ein UN-Jeep an der Weiterfahrt. Anordnungen der UN verbieten in solchen Fällen das Verlassen des Fahrzeugs, um eine Eskalation   zu verhindern. So waren wir – drei Mitarbeiter von OCHA ( Koordinierung für menschliche Angelegenheiten) und zwei Journalisten von Haaretz gezwungen,  von innerhalb des Fahrzeugs zuzusehen, wie sie ihre Herrschaft über das Land demonstrierten. Der Ältere blockierte die Weiterfahrt des Fahrzeuges mit seinem Körper mitten auf der ungeteerten Piste Mit Handbewegungen machte er deutlich, man  solle den Motor ausschalten. Als dies nicht geschah, sprang er auf  die Kühlerhaube, dann auf das Dach und zurück auf die Kühlerhaube und schließlich legte er sich auf die Windschutzscheibe und spielte mit den Wischern und nahm sie ab. Der Fahrer fuhr langsam weiter, der Mann lehnte sich kräftig an die Windschutzscheibe bis sie brach. Glassplitter trafen ins Auge des Fahrers.

Zu einem Buch über die „ethnische Säuberung“ von Palästina des jüdischen Historikers Ilan Pappe - Von Rupert Neudeck - (...)