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OLAF-2004-079
Betrifft: Presseschau
Januar 2004
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OLAF-Untersuchung wegen behaupteter
missbräuchlicher Verwendung von EU-Fördergeldern für die
Palästinensische Behörde
Die Medien haben großes Interesse gezeigt
für eine Untersuchung, die das OLAF Mitte Januar in Jerusalem
durchgeführt hat. Die arabischsprachige Tageszeitung Al-Quds
berichtete am 15. Januar, die EU prüfe auf Beschwerden Israels
hin die Verwendung von Fördermitteln für die Palästinensische
Behörde, die angeblich für Terroraktionen verwendet worden
seien. Um die Vertraulichkeit der Untersuchung zu wahren, hat
das OLAF keine Informationen nach außen gegeben. Erst nachdem
sie abgeschlossen war, hat das Amt bestätigt, dass "eine
Untersuchung stattgefunden hat", jedoch keinen Zeitpunkt und
keine Einzelheiten genannt.
Am 26. Januar hat der französische
EP-Abgeordnete François Zimeray eine Pressemitteilung zu
diesem Thema veröffentlicht (Anlage 4). Daraufhin gingen bei
der Pressestelle des Amtes zahlreiche Telefonanrufe von
Journalisten ein. Weitere Informationen wurden zu diesem Thema
nicht verbreitet.
Die luxemburgische EP-Abgeordnete Colette
Flesch hat in einem Artikel vom 29. Januar in der
luxemburgischen Zeitung Le Journal die Entscheidung des OLAF
begrüßt, der Behauptung einer missbräuchlichen Verwendung von
EU-Fördergeldern für die Palästinensische Behörde nachzugehen.
OLAF-2004-180
Betrifft: Presseschau
Februar 2004
Das Interesse der Presse an Betrugsdelikten
zu Lasten der finanziellen Interessen der Europäischen Union,
an der Bekämpfung derartiger Delikte und an den damit
zusammenhängenden Themen nahm im Februar beträchtlich zu. Es
konzentrierte sich vor allem auf folgende Themen:
Untersuchung des OLAF über den angeblichen Missbrauch von
EU-Geldern für die Palästinensische Autonomiebehörde
Bezüglich der Kontrollmission, die das OLAF Mitte Januar in
Jerusalem durchführte, berichtete Die Welt am 6. Februar, das
Untersuchungsteam des OLAF habe einen ersten vertraulichen
Zwischenbericht vorgelegt. Wie Die Welt weiter berichtete,
seien die Dokumente, die das israelische
Verteidigungsministerium der EU vorgelegt habe, "authentisch":
"Die Dokumente, die der WELT vorliegen, lassen vermuten, dass
Palästinenserführer Yassir Arafat über die seiner
Fatah-Bewegung angegliederten Al-Aksa-Brigaden in
terroristische Aktionen verwickelt war, und dass diese
Aktionen aus einem Budget gespeist wurden, an dessen
Finanzierung sich die EU beteiligte."
Das OLAF stellte noch am gleichen Tag in
einer Pressemitteilung (Anhang 1) klar, es habe seine
Untersuchung noch nicht abgeschlossen und die ihm
zugeschriebenen Schlussfolgerungen entbehrten jeder Grundlage.
Nachfolgend veröffentlichten die großen europäischen
Tageszeitungen (Frankfurter Allgemeine, Agence Europe, La
Razón usw.) den Artikel der Welt und die Klarstellung des
OLAF.
Am 11. Februar berichtete das wöchentlich erscheinende
Satire-Blatt Le Canard enchainé,
die Staatsanwaltschaft Paris habe bereits im Oktober 2003 eine
Untersuchung über vermutete Geldwäschedelikte bei einem
angeblichen Transfer von mehreren Mio. Pfund auf Konten von
Arafats Gattin eingeleitet.
Entsprechende Artikel folgten daraufhin in BBC News, Times, Le
Monde, ABC, La Tribune, Le Figaro, Agence France Presse (AFP),
El Pais, Haaretz, usw.
Am 13. Februar berichtete El país, Herr
Patten habe sich vergewissert, dass kein einziger Eurocent in
die Finanzierung palästinensischer Terrorakte fließe.
Am 18. Februar berichtete die französische Tageszeitung
Liberation, das OLAF habe keinen Beweis
für eine Verbindung zwischen EU-Mitteln und dem Terrorismus
gefunden. Anfang März werde ein entsprechender Bericht des
OLAF veröffentlicht. Daraufhin gingen zahlreiche Anrufe von
Journalisten bei der Pressestelle des OLAF ein. Das OLAF
teilte diesen mit, dass es bisher keine Beweise für einen
Missbrauch von EU-Mitteln durch die Palästinensische
Autonomiebehörde gebe, und es stellte klar, dass es seine
Untersuchungsberichte nicht veröffentlicht.
Am 20. Februar berichtete die spanische Tageszeitung La Razón,
Herr Prodi habe den palästinensischen Premierminister Ahmad
Qurea ersucht, vor der etwaigen Freigabe weiterer
EU-Finanzhilfen in Höhe von 40 Mio. € klarzustellen, wofür
diese bestimmt sind.
OLAF-2004-321
Betrifft: Presseschau
März 2004
OLAF-Untersuchung über mutmaßlichen Missbrauch von
EU-Haushaltshilfen für die Palästinensische Autonomiebehörde
European Voice
berichtete in ihrer Ausgabe vom 11.-17. März dass
„Missbrauch von EU-Fördermitteln durch die Palästinensische
Autonomiebehörde nicht ausgeschlossen werden könne” und
dass das OLAF “keine Beweise für die Behauptungen Israels
habe finden können, wonach ein Teil der 1.5 Mrd. €, die die EU
der Palästinensischen Autonomiebehörde im vergangenen
Jahrzehnt gewährt habe, zur Finanzierung von
Selbstmordattentätern abgezweigt worden wäre.” Außerdem
habe das OLAF “empfohlen, die Kontrollen der Verwendung der
direkten Haushaltshilfen zugunsten der Palästinensischen
Autonomiebehörde zu verstärken”.
Wall
Street Journal
rechnet “mit Untersuchungen über den möglichen Missbrauch
von EU-Geldern, insbesondere der 200 Mio. € an direkten
Haushaltshilfen, zu Geldwäschezwecken ”.
Il
Giornale
berichtete in der Folge in ihren Ausgaben vom 25. und 26. März
“ es sei den Europäischen Behörden nicht möglich gewesen,
herauszufinden, welche Beträge in den Kauf von Waffen und
Sprengstoff flössen ” und “es werde eine
EP-Arbeitsgruppe eingesetzt, die am folgenden Dienstag
[29. März] auf der Straßburger Plenartagung eine
abschließende Stellungnahme abgeben soll.”
Was die
Kommunikationspolitik des Amtes betrifft, so gilt entsprechend
der Vereinbarung mit dem Europäischen Parlament,
dass das OLAF keine Einzelheiten über
die Untersuchungen mitteilt und sich darauf beschränkt,
falsche Informationen richtig zu stellen.
OLAF-2004-374
Betrifft:
Presseschau April 2004
Mutmaßlicher
Missbrauch von EU-Finanzhilfen für die Palästinensische
Autonomiebehörde
Die
Presse konzentrierte ihr Interesse auf den vom Europäischen
Parlament vorzulegenden Bericht über den angeblichen
Missbrauch von EU-Finanzhilfen für die Palästinensische
Autonomiebehörde. Eine Übersetzung
eines umfassenden Artikels der "Knack" liegt bei
(Anhang 2).
Die Presse berichtete im
Wesentlichen, es lägen keine schlüssigen Beweise dafür vor,
dass tatsächlich EU-Gelder für die Finanzierung
terroristischer Handlungen verwendet wurden, und gab die
unterschiedlichen Meinungen wider, die in der Arbeitsgruppe
des Europäischen Parlaments dazu geführt hatten, dass zwei
verschiedene Berichte vorgelegt wurden.
Die
Welt berichtete am 17. April, der
abschließende Untersuchungsbericht des OLAF sei noch nicht
fertiggestellt. Einige Journalisten erkundigten sich beim
OLAF, wann der Bericht denn verfügbar
sei. Ihnen wurde mitgeteilt, der Bericht werde voraussichtlich
nicht vor Juli 2004 fertiggestellt. Wie mit dem Europäischen
Parlament vereinbart, wurden diesbezüglich keine weiteren
Kommentare abgegeben.
http://europa.eu.int/comm/anti_fraud/press_room/analys-press/2004_de.html |