WIR HABEN DIE PFLICHT NICHT ZU SCHWEIGEN! - Die auf Henryk M. Broder "Reaktions-Arena"!

Start Palästina Portal
Start Honestly Concerned


Start Henryk Broder


Das meint der Leser - Archiv
Archiv - Wie war die Woche?
Kritik:
Hurra, wir kapitulieren
Gerichte - Kläger + Beklagte
Hecht-Galinski ./. Broder
Abraham Melzer über Broder
Shraga Elam
Krienen./. Broder
Rechts so....
Opfer werden Täter
Der Kaufmann von Potsdam
Netzwerkverbindungen
Broder und der Börne Preis
Protest  ELS-Forum  Zürich
Ralf Schröder wird Leo Ginster
Umgang mit  andersDENKENDEN
Die Antisemitismuskeule
Broders Rechtschreibung +


Extern
Der reale Zionismus
Eurabien oder Broropa, keine andere Wahl? - Video -  Hagen Rether im Scheibenwischer über Henryk M. Broder  >>
Antisemitismus ist nicht gleich Antizionismus - E. Hecht-Galinski >>>
Antisemitismusstreit - Verschleierung als Methode - Alfred Grosser >>>

Mit dem Antisemitismus-Vorwurf wird versucht, kritische Juden zu disziplinieren. - Rufmord und rassistische Hetze - M. Bodemann >>>

Was darf eine Jüdin in Deutschland gegen Israel sagen? - Patrick Bahners >>
Die unendliche Geschichte  - oder wie man eine Niederlage in einen Sieg verwandelt. - Abraham Melzer >>
Meinungsfreiheit - Es ist schon wieder Jagdsaison - Arne Hoffmann >>>
Broders Handbuch des Umgangs mit Andersdenkenden?>>>
Hebräischer Humanismus - Peter Bürger >>>
„Islamofaschismus“ - Mohssen Massarrat >>>
Islam-Bashing als politisch korrekter Rassismus
- Ulla Jelpke >>>
Broders Handbuch?
- Hasbara Handbook  >>>
Blog - Achse des Gerechten >>>

Tote Hosen 1 - 2  - 3

 

NICHT DIE OFFIZIELLE HOMEPAGE VON HENRYK M. BRODER

 

 Das meint der Leser... über Henryk M. Broder - 3

Zurück | Nach oben | Weiter

 

Shraga Elam erhielt von einer angeblichen "Henryk-Broder-Brigade" eine Morddrohung.

 

Shraga Elam: Der Mann rief mich schon am 16.11 und am 17.11 auf meinem Handy um 14:09 an. Um 14:12 Uhr hat er diese Botschaft hinterlassen. Kurz nach 09:00 Uhr klingelte es an meiner Tür. Ich habe nicht geantwortet. Es kommt praktisch kein Mensch zu mir, ohne mich zuerst anzurufen >>>   

wav Datei mit der Stimme des Täters.


Vermutliches Motiv des Täters wahr wohl die
Protestaktion gegen die Beteiligung H. M. Broders   am XIII. ELS-Forum  Zürich. >>>

Eine Nachricht die uns erreichte: "Offensichtlich, so ergaben Nachforschungen der Kripo, kamen die Morddrohungen  aus dem Raum Stuttgart, wahrscheinlich aus einer Telefonkabine. Der Anrufer sei wahrscheinlich ein russischer Jude."

 

Nun ist kaum zu glauben, Henryk M. Broder hätte dies "angeordnet" er würde persönlich an solchen Morddrohungen, Mordaufträgen beteiligt sein.

Diese Morddrohung ist aber nicht unüblich. Sicherlich auf allen Seiten des Nahostkonflikts gibt es Spinner ja Kriminelle die mit Drohungen arbeiten und sich  auch vor kriminellen Handlungen, vielfältiger Form nicht scheuen.

Dies muss man aber auch wissen und jeweils bei seinem öffentlichen Auftreten beachten. Wenn man verhetzend, verleumdend, diffamierend über andere herfällt darf man sich nicht wundern, wenn Extremisten gewalttätig, kriminell werden.

Von solch kriminellen Verhalten muss man sich  öffentlich distanzieren.

Henryk M. Broder, der von dieser Morddrohung weiß hat sich aber bisher in keiner weise abwehrend gegen solche Drohungen gewandt. Weiterhin diffamiert und beleidigt er nicht nur Shraga Elam sondern auch andere  und macht sich über deren Veröffentlichungen lustig. E. Arendt

Henryk M. Broder bezichtigt Shraga Elam der Judäophobie.  Er stützt sich dabei neuerdings auf den judäophoben Historiker David Irving, der seit dem 15. April 2000 auf seiner Internetseite einen Korrespondenz-Auszug mit Elam anführt. Elam hat Broder verklagt. - T:I:S, 26. Dezember 2006
 

Zeitvertreib zu Weihnachten: Wir basteln uns einen Holocaustleugner - Arne Hoffmann - „Er hat fast nie Recht, ist aber immer amüsant“ urteilte vor wenigen Wochen der Literaturkritiker Denis Scheck über Henryk Broders „Hurra, wir kapitulieren!“. Und in der „Linken Zeitung“ hieß es, Broder „reiht Tatsache an Tatsache und argumentiert dann gekonnt daran vorbei.“ Nicht erst seit diesen Bewertungen fragen sich viele: Wie macht man das eigentlich - lauter Tatsachen nehmen und dann beim genauen Gegenteil herauskommen? ... mehr >>>

 

Why there is so much excitement about Holocaust Denial and to whom the HD is dangerous? Who were the first Holocaust Deniers? - Shraga Elam - These questions are now more relevant considering the uproar around the recent Holocaust conference in Iran. Hardly so much attention would have been paid to deniers of the earth circulating the sun. The common explanation, if not to say excuse, is that the Holocaust deniers are Judeophobes, with the prime example of Iran, which desires to achieve a nuclear bomb in order to destroy Israel.

 

 

Die anonymen Morddrohungen gegen Shraga Elam kam aus dem Raum Stuttgart. Vielleicht hat jemand in einem anderen Zusammenhang diese Stimme gehört? Meldungen werden vertraulich weitergegeben  -

Die Stimme des Täters >>>.

 

Inzwischen sind Morddrohungen auch aus einem Server in Kalifornien per Email eingetroffen. Diese Drohungen, unterschrieben von " Henryk M. Broder Brigades " richten sich primär gegen Shraga Elam, aber auch gegen eine Reihe von ungenannten FriedensaktivistInnen in Haifa/Israel, Südafrika und Irland. Die Schweizer Polizei geht jetzt diese telefonischen und Email-mässigen Bedrohungen nach. In Israel wurde von einem betroffenen Professor eine Strafanzeige eingereicht. mehr >>>

 

 

 

Hier die Morddrohung die an die israelischen Mailing-Liste Alef (Academic Left) adressiert wurde:

 

 

Return-Path: <broderbrigades@yahoo.com>

Original-Recipient: rfc822;elams@dplanet.ch

Received: from spamblock-be-16.sunrise.ch (194.158.229.48) by mail-ms.sunrise.ch (7.2.073)

        id 451A6B77002A2A0D for elams@dplanet.ch; Tue, 21 Nov 2006 21:48:35 +0100

Received: from web58802.mail.re1.yahoo.com (web58802.mail.re1.yahoo.com [66.196.100.216])

            by spamblock-be-16.sunrise.ch (8.13.8/8.13.0) with SMTP id kALKmWtZ016255

            for <elams@dplanet.ch>; Tue, 21 Nov 2006 21:48:34 +0100

Received: (qmail 38208 invoked by uid 60001); 21 Nov 2006 20:48:31 -0000

DomainKey-Signature: a=rsa-sha1; q=dns; c=nofws;

  s=s1024; d=yahoo.com;

  h=X-YMail-OSG:Received:Date:From:Subject:To:MIME-Version:Content-Type:Content-Transfer-Encoding:Message-ID;

  b=40+3Ct5kZ7mnaNV7SlLnMu2g47n7FO8881JohW7w0R7PWzkgLRkbnEJtkX8R+f9XgS1L6RLkg+X
XQljoO1zB5HuS2NE5djf9Wd5XK6+FWwXA1skUu1oJDFU+3UysXbV7ZFoPTTLaljdgS55tsMrF0Dio+Na57VCTn73BLP/Qnhc=;

X-YMail-OSG: aXOjewkVM1mLpsaydnjvVXb1FmUnLRgvfk3Dui8v

Received: from [69.224.118.211] by web58802.mail.re1.yahoo.com via HTTP; Tue, 21 Nov 2006 12:48:31 PST

Date: Tue, 21 Nov 2006 12:48:31 -0800 (PST)

From: Broder Brigades <broderbrigades@yahoo.com>

Subject: [alef] Shraga Elam Neo-Nazi Associations

To: elams@dplanet.ch

MIME-Version: 1.0

Content-Type: multipart/alternative; boundary="0-2075200962-1164142111=:38069"

Content-Transfer-Encoding: 8bit

Message-ID: <502255.38069.qm@web58802.mail.re1.yahoo.com>

 

From: Broder Brigades

To: elams@dplanet.ch

Sent: Tuesday, November 21, 2006 9:48 PM

Subject: [alef] Shraga Elam Neo-Nazi Associations

 

 

Shraga Elam is a neo-nazi living in Switzerland.  He devotes his time to trying to get Israel destroyed and the Israeli Jews thrown into the sea.  He recently crayoned a pathetic sophomoric volume trying to justify anti-Semitism.   Since no one was willing to pay the price of his printed rant, Elam has now invented a lie to get himself attention and try to boost his sales into double digits.  He claims he is being targeted by death threats from "Zionists".   Sure he is.

 

Elam is a groupie of David Irving.  Shraga Elam went to the trouble of writing to David Irving in order to share his belief that "Hitler was no part of the project Auschwitz."  Herr Elam claims a group calling itself the Henryk M. Broder Brigades is threatening to murder him ( http://www.campodecriptana.de/blog/2006/11/19/624.html ).  Oh boo hoo.   Actually Henryk M. Broder is a European journalist who has helped expose Shraga the sick little stormtrooper.

 

Now while we are certain that Shraga has invented the tall tale of a "death threat" to help sell his scurrilous little piece of garbage, we ourselves have already issued a call to all Zionists of conscience to set up multiple units of such a Henryk M. Broder Brigades in different countries.    Besides Switzerland, in which 39 armed Zionists are currently undergoing training, we have set up Brigades units in Cork, Ireland, and in Witwatersrand , South Africa.  Some of our members will be paying a visit soon to some faculty members in Haifa.

 

Dikoy Bogdim!  [it should read Dikuy or dikouy– dikuy bogdim means literally "kill the traitors". This is the name of an old far right wing Israeli organization - se]  

 

Signed,

   Central Command

   Henryk M. Broder Brigades

 

 

 

 

24.11.2006 - 24.11.2006 - Radio Lora, das alternative Lokalradio von Zürich berichtet über den Protest gegen die Beteiligung von Herrn Henryk Modest Broder  am XIII. ELS-Forum  Zürich. In einem Interview berichtet Shraga Elam  über die Morddrohungen die eine angebliche Henryk-Broder-Brigade gegen ihn erhoben hat. Shraga Elam berichtet, dass er aufgrund einer Veröffentlichung von Broder Klage gegen ihn erheben wird. Im Rahmen der Sendung Info Lora wurde die Sendung um 18:10 am Freitag 24.11.2006 gesendet. (Die bin Datei 6mb, kann mit dem Windows Media Player abgespielt werden) http://lora.ch/welcome.shtml

Sonderseite zum Thema >>>

 

22.11.2006 Neue Leserpost bei Arne Hoffmann - Mich erreicht ein weiteres Lesermail zur Morddrohung durch angebliche "Henryk-M-Broder-Brigaden". --- Es ist ja schon treffend angemerkt worden, dass man Herrn Broder nicht für das Handeln einiger Wirrköpfe verantwortlich machen kann, die in seinem Namen eine Morddrohung aussprechen, sofern es sich eh nicht nur um eine üble Finte handelt, die nur den einen Zweck hat: Elam einzuschüchtern!

 

Death threats aimed at journalist who exposed Rivkin

Author: Neil Chenoweth - Date: 22/11/2006
Publication: The Financial Review - Section: News - Page: 45
 
Shraga Elam, the Israeli journalist who uncovered the late, former broker Rene Rivkin's Swiss share trading, has been the victim of a series of death threats at his home in Zurich.

Mr Elam contacted police last Friday after receiving a series of telephone calls over the previous two days from a man speaking in German with a Russian accent, who told Mr Elam he would be shot outside his apartment like Anna Politkovskaya, the Russian journalist who was shot outside her apartment in Moscow last month.

The Australian Financial Review has an audio copy of one of the calls that was made to Mr Elam's mobile phone on Friday afternoon. Earlier that day, the lobby door bell of Mr Elam's upper-floor apartment had rung repeatedly.

The caller claimed to represent a group named after a German political campaigner, Henryk M. Broder Brigade, but Mr Elam said he believed the group to be fictitious.

Mr Broder is a German writer who has named Mr Elam, a noted peace activist, as a leading anti-Semite, together with American academic Noam Chomsky.

In October 2003, the AFR revealed through documents obtained by Mr Elam that Mr Rivkin, former federal cabinet minister Graham Richardson and businessman Trevor Kennedy were the Australian investors behind a secret $26 million shareholding in the Offset Alpine Printing Group.

Last Thursday, the AFR revealed that a trustee had been appointed to Mr Rivkin's bankrupt estate after a $29 million tax demand was lodged last month.

Swiss authorities who questioned Mr Elam in 2004 after receiving a complaint that he breached Swiss secrecy laws did not question that the documents were authentic, but concluded there was no evidence they had been obtained unlawfully.

Shortly after the AFR ran the Swiss revelations, Rivkin's former account manager at Bank Leuimi le-Israel (Switzerland), Ernst Imfeld, discovered his phone had been tapped.

 

 

20.11.2006 - Leserpost bei Arne Hoffmann - Zur Problematik der (viel zu zahlreichen) Irrlichter in einer bestimmten Internet- und Bloggerszene erreichte mich die folgende Lesermail. Sie weist auch darauf hin, dass Shraga Elam nicht der erste ist, der über massive Drohungen berichtet, die allem Anschein nach von Anhängern Henryk Broders ausgehen ... mehr 

 

19.11.2006 - Arne Hoffmann kommentiert Anis Hamadeh, der kommentiert die Morddrohung gegen Shraga Elam

Auf der Website des Internet-Journalisten Anis Hamdeh findet sich hier in deutscher und englischer Sprache ein lesenswerter Kommentar zu der Morddrohung gegen Shraga Elam. Ich denke, Anis ist damit einverstanden, wenn ich den Volltext hier in diesem Blog zitiere, bevor ich selbst zu diesem Vorfall Stellung nehme.

Anis Text:
--- Der in Zürich lebende Recherchejournalist Shraga Elam hat telefonische Morddrohungen erhalten. Am 16ten und 17ten November wurde er mehrfach von einem ihm unbekannten Mann angerufen. Schließlich hinterließ der mit einem russischen Akzent Deutsch sprechende Unbekannte eine Nachricht auf Elams Mailbox. Der Journalist versendete die Audiodatei mit dem Inhalt der 25-sekündigen Botschaft an einige Networker, die sie unter anderem an die Presse weitergeleitet haben. Dort heißt es: "Hallo Shraga, warum nimmst du den Hörer nicht ab bei deinem Mobilfunktelefon? Henryk-M-Broder-Brigaden haben dich zum Tod verurteilt. In deinem Hauseingang (Adresse) wirst du erschossen, wie Politkowskaja, Scheißkerl, Verräter". Die russische Journalistin und Regierungskritikerin Anna Politkowskaja war im Oktober einem Auftragsmord zum Opfer gefallen. Das Audio von Shraga Elam liegt der Redaktion vor. Wie der Bedrohte berichtete, habe es später an der Tür geklingelt, doch er habe nicht aufgemacht.
Shraga Elam, Autor von "Hitlers Fälscher" und Co-Autor von "Die Schweiz am Pranger. Banken, Bosse und die Nazis", ist ein Befürworter der Ein-Staat-Lösung in Palästina/Israel. Er ist in der Friedensbewegung aktiv und ein Kritiker der zionistischen Politik. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass er sein Leben der Aufgabe widmet, eine gewaltfreie Zeit in der internationalen Politik zu erreichen. Der in Berlin lebende Journalist Henryk Broder hat sich im Internet mehrfach polemisch mit Shraga Elam auseinandergesetzt. Zwar ist Broder nicht dafür verantwortlich, wenn jemand vorgibt, in seinem Namen oder in Verbindung mit seinem Namen zu sprechen, jedoch schüren Broders aggressive Äußerungen ein Klima, in dem Vorfälle wie der oben dokumentierte wie eine Konsequenz wirken können, wird doch von Broder das gezielte Töten von Menschen in Palästina, im Libanon und anderswo immer wieder öffentlich gerechtfertigt. So werden die Frameworks der nahöstlichen Konflikte zu uns nach Europa getragen.
Schon seit mehreren Jahren warnen alarmierte Networker vor dem Übereifer selbsternannter Antisemitismusjäger, doch die Öffentlichkeit hat dieses Phänomen noch nicht aufgegriffen, wohl weil sie damit in einen Wertekonflikt zu geraten fürchtet. Wenn es ähnliche Drohungen von Seiten gewaltbereiter islamistischer Eiferer gibt, steht es in der Zeitung, vielleicht sogar mit Hintergrundinformationen über die Ziele und Pläne der Ideologie, die dahinter steht. Unsere Pressefreiheit ist in Gefahr! heißt es dann, und: Unsere Journalisten werden bedroht, weil die andere Seite die demokratischen Spielregeln nicht einhält, nach denen man Kritik vertragen muss und nicht mit Gewalt darauf reagieren darf. - Es ist Zeit, über Grenzen zu sprechen. Einschüchterungen liegen jenseits der demokratischen Grenzen, auch wenn sie im Namen des "Kampfes gegen Antisemitismus" geschehen. Hier ist die Öffentlichkeit gefordert, die Politik der Kollateralschäden und Liquidierungen nicht in unsere Kultur einzulassen. Hier ist eine breite Front notwendig. ---

Jetzt meine zwei Cents zu der Sache:
Zunächst einmal finde ich wichtig festzuhalten, dass in der Tat kaum jemand weiß, was überhaupt Sache ist. Möchte irgendein Schwachkopf Broder weiter ins Zwielicht rücken? Wollte irgendjemand Shraga Elam einen Schrecken einjagen, damit er sich zu bestimmten Dingen nicht mehr äußert? (Beides fände ich schlimm genug, nebenbei bemerkt.) Oder plant wirklich jemand, Shraga Elam umzubringen? Ich weiß es nicht. Und ich stimme Anis Hamadeh ausdrücklich darin zu, dass kein Autor die volle Verantwortung dafür übernehmen kann, wenn irgendein Hirni seine Texte als Freibrief dafür auslegt, ein Verbrechen zu begehen.

Allerdings muss ich Anis auch darin zustimmen, dass Broder massiv daran beteiligt ist, eine Stimmung zu schüren, in der ein solcher Dreck überhaupt möglich ist. Ich beobachte diese Szene, seit ich vor etwa einem Jahr von Broders Seppel Mischa Miersch in diese reichlich hysterisch geführten Auseinandersetzungen hineingezogen wurde. Und was ich da zu sehen bekommen habe, gefällt mir überhaupt nicht. Es gibt eine ganze Reihe von Büchern, die mit dem Islam sehr kritisch ins Gericht gehen, eines davon (Irshad Manji) habe ich im Interview mit dem Muslim-Markt explizit empfohlen. Man hätte weitere Titel nennen können. Bis jetzt hat sich aber kein anderer deutscher Autor als Henryk Broder in eine solche Mischung aus Alarmismus und Hetze hineingesteigert, dass Journalisten mehrerer deutscher Tageszeitungen darin Verbindungen zu rechtsextremem Gedankengut gesehen haben. Sicher: Alarmistische Überspitzungen verkaufen Bücher, aber wieviel gesellschaftlichen Unfrieden darf man denn in Kauf nehmen, nur weil man mal einen Abend lang in einer Stretch-Limousine fahren und in Talkshows seine teuren Golfschuhe zeigen möchte? Manchmal hab ich die Phantasie, dass Broder irgendwann plötzlich eine Volte spielt wie der Lehrer in dem Jugendbuch „Die Welle“ und erklärt, er habe alle an der Nase herumgeführt: „Ich wollte nur mal zeigen, wieviel Geld man in Deutschland immer noch mit Rassismus machen kann und wie leicht die Deutschen noch immer verführbar sind, so dass sie jedem folgen, der zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Ängste anspricht und gegen die richtigen Minderheiten Stimmung macht. Ich hoffe, wir haben alle etwas daraus gelernt.“ Das ist natürlich nur eine Phantasie, dafür hat sich Broder mittlerweile viel zu tief reingeritten.

Zu der aggressiven Stimmung, die Broder erzeugt und in der offenbar solche Morddrohungen möglich sind, gehört ja nicht nur dieses eine Buch. Dazu gehört auch ein Dauerfeuer des Internetmobbings gegen die verschiedensten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, dazu gehören auch die widerwärtigsten Beleidigungen wie am Fließband (was Broders Spezis als „jüdisches Stilmittel“ zu verkaufen versuchen). In diesem Jahr führt Broder drei Gerichtsprozesse gegen Leute, mit denen er in politische Meinungsverschiedenheiten verstrickt ist. Gewalt bis hin zu Folter wird von ihm und seinen Anhängern als Problemlösung befürwortet. Gleichzeitig gilt für diese Sippschaft jeder, der auf Deeskalation auf und Kommunikation mit Leuten setzt, die zum „Gegner“ erklärt wurden, als Dhimmi, der selbst bekämpft gehört. Und da soll man sich darüber wundern, dass in der so erzeugten Atmosphäre auch Morddrohungen gegen Andersdenkende möglich sein sollen?

Henryk Broder ist Mitarbeiter des trotz aller auch aktuellen Kritik vermutlich noch immer angesehensten deutschen Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL, und sorry, dieser Job bedeutet auch eine gewisse Verantwortung. Da draußen läuft eine Unzahl an leicht beeinflussbaren Deppen herum, die, wenn sie sehen, dass sich ein etablierter Journalist und Buchautor dauerhaft wie ein pubertierender Halbstarker aufführt, ganz sicher keine Hemmungen haben, selbst noch mal im Schutz der Anonymität einen Tacken draufzulegen. Nebenbei bemerkt ist Shraga Elam nicht der erste meiner Bekannten, von dem ich gehört habe, er sei aus dem Kreis der Islamhasser seiner Meinungen wegen massiv bedroht worden. (Ich weiß, dass der Betreffende hier mitliest; vielleicht möchte er einen Kommentar hinterlassen, vielleicht nicht.)

Apropos, Kommentar: Heute habe ich noch mal einen Blick in Broders Fanclub „politicaly incorrect“ geworfen und dabei spontan einen hübschen Kommentar gefunden: „Und wisst Ihr was ? mittlerweile ist mir ein Weltkrieg auch lieber als dieser ewige Eiertanz der falschen Konferenzen, der Takiyas, des schönredens des Gutietum usw.usw.usw. nach Jahren dieses Wahnsinn wird es Zeit für ein reinigendes Gewitter, scheiss egal ob man dabei draufgeht oder nicht aber so gehts nicht mehr weiter. Besser offener KRIEG als fauler Friede um jeden Preis.“ Ein Weltkrieg. Und da soll man sich über eine Morddrohung gegen einen missliebigen Journalisten wundern, die in ein paar Sekunden mal eben aufs Handy gesprochen ist? Quelle

 


 

19.11.2006 - Morddrohung gegen israelkritischen Journalist - Zwar ist Broder nicht dafür verantwortlich, wenn jemand vorgibt, in seinem Namen oder in Verbindung mit seinem Namen zu sprechen, jedoch schüren Broders aggressive Äußerungen ein Klima, in dem Vorfälle wie der oben dokumentierte wie eine Konsequenz wirken können, wird doch von Broder das gezielte Töten von Menschen in Palästina, im Libanon und anderswo immer wieder öffentlich gerechtfertigt. So werden die Frameworks der nahöstlichen Konflikte zu uns nach Europa getragen... Anis Hamadeh

 

 

18.11.2006 - Shraga Elam: Morddrohung von „Henryk-M-Broder-Brigaden" - Arne Hoffmann

 

 

Shraga Elam: Morddrohung von „Henryk-M.-Broder-Brigaden“. Der in der Schweiz lebende jüdische Journalist Shraga Elam, häufige Zielscheibe von heftigen Verbalattacken Henryk M. Broders, berichtet heute, am Samstag, dem 18. November 2006, auf seinem Handy eine Morddrohung erhalten zu haben. Erhard Arendt stellte die entsprechende Tondatei auf seinem “Palästina-Portal“ online, so dass sich jeder Besucher anhören kann, wie ein Mann mit starkem Akzent die Sätze von sich gibt: „Hallo Shraga. (....) Henryk-M.-Broder-Brigaden haben dich zum Tod verurteilt. In deinem Hauseingang, Konradstraße 14, wirst du erschossen wie Politkowskaja. Scheißkerl.“ Die russische Journalistin und Regierungskritikerin Anna Politkowskaja war im Oktober einem Auftragsmord zum Opfer gefallen. Shraga Elam hatte vor wenigen Wochen gegen die Teilnahme Broders an einer Podiumsdiskussion über „Die neue Lust an den Tätern“ protestiert. Arne Hoffmann - Thomas Emanuel Steinberg

 

Lese auch: Presseerklärung: Morddrohungen des Milieus von Henryk M. Broder - Tanja Krienen


 

Start | oben

 Zurück | Weiter
 

 


Start | oben

 

 

 Mail                   Links                 Suchen                Kontakt                  Vita               Impressum                  Haftungsausschluss                 T