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Over 140 buildings, most
multifamily dwellings, were completely destroyed (green) in Jenin
and more than 200 others (red) were seriously damaged . Hawashin
district, where more than 100 buildings were razed, is at the center
of the map.
Quelle
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Da stinkt
irgendwas (Jenin)
Uri Avnery
Über eine Sache sind sich die, die hier im Jeniner Flüchtlingslager
waren, alle einig. Eine Woche nach dem Kampf berichten die
ausländischen Journalisten und IDF-Soldaten, die UN-Vertreter und
die angeheuerten Schreiberlinge der israelischen Medien, auch die
Mitglieder von Wohlfahrtsorganisationen und
Regierungspropagandisten, dass ein schrecklicher Gestank von
verwesenden Leichen ausgeht, die noch überall herumliegen.
Ansonsten ist man sich über gar nichts einig. Die Palästinenser
sprechen von einem Massaker, das zu einem 2. Sabra und Shatila wird.
Die IDF reden von einem harten Kampf, in dem "die menschlichste
aller Armeen der Welt" keinen einzigen Zivilisten absichtlich
verletzt hätte.
Die Palästinenser sprechen von Hunderten von Toten, der
Verteidigungsminister behauptet kategorisch, es seien exakt 43
getötet worden.
Wo also liegt die Wahrheit? Die einfache Antwort lautet: keiner
kennt sie. Es ist unmöglich, sie zu wissen. Die Wahrheit liegt unter
den Trümmern begraben und die stinkt abscheulich.
Aber einige Fakten sind unbestritten. Sie genügen, um Schlüsse zu
ziehen.
1. Während der zwei Wochen des Kampfes, erlaubte die IDF keinem
einzigen Journalisten, sei er Israeli oder Ausländer, den Zugang zum
Lager. Selbst als der Kampf langsam aufhörte, wurde kein Journalist
hineingelassen. Der Vorwand lautete, das Leben der Journalisten
würde gefährdet sein. Aber sie baten die Armee ja gar nicht, sie zu
schützen. Sie wären bereit gewesen, ihr Leben zu riskieren, wie
Journalisten und Photographen das in jedem Krieg tun.
Der normale gesunde Menschenverstand schließt aus dem, dass einem
Journalisten
zwangsweise der Zugang verwehrt ist, dass man etwas zu verbergen
hat.
2. Während des Kampfes und danach war es Ambulanzen und
Rettungsteams nicht erlaubt, nah heranzukommen. Diejenigen, die es
trotzdem versuchten, wurden beschossen. Die Folge war, dass die in
den Straßen liegenden Verwundeten zu Tode verbluteten, auch wenn sie
nur relativ leicht verletzt waren. Dies ist ein Kriegsverbrechen,
"ein offensichtlich illegaler Befehl", über dem "die schwarze Flagge
der Illegalität" weht. Nach israelischem Gesetz und noch mehr nach
internationalem Gesetz und nach Konventionen, bei denen Israel ein
Mitglied ist, ist es Soldaten verboten, solch einem Befehl zu
gehorchen.
3.
Man macht keinen Unterschied, ob Zivilisten oder "bewaffnete Männer"
, ob eine Person oder ob Hunderte auf diese Weise sterben. Als eine
Methode der Kriegsführung ist dies unmenschlich.
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