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Und dann hörst du sie
nicht mehr - André Marty berichtet
- Das waren noch Sätze: „Ich schreibe nicht für die Palästinenser,
sondern gegen die Besatzung.“ So kennen viele Amira Hass, die
Buchautorin und Journalistin der Zeitung Ha’aretz. So was hören sie
gerne in Europa – viel lieber als in Israel. Und so hört man Hass in
Israel seit kurzem gar nicht mehr: Sie ist bei Ha’aretz in einen
unbezahlten einjährigen Urlaub getreten, lautet die offizielle Version.
Die liberale Ha’aretz, verhasst bei Siedlern und Rechten, beliebt bei
Liberalen, Links-Intellektuellen und sonstigen Aufgeklärten, erlebt zur
Zeit einen eigentlichen Machtkampf. Das Geld wird mit dem Schwesterblatt
The Marker, einer Wirtschafts-Tageszeitung, verdient. Und die
Werbekunden wollen ihre Anzeigen nicht von Analysen über die israelische
Besatzung und Palästinenser umrahmt wissen >>>
Amira Haas -
Das Gewissen Israels
Die
jüdische israelische Schriftstellerin, Journalistin Amira Haas lebt seit Jahren in den besetzten Gebieten und berichtet von dort. In vielen Artikeln, die bereits in der
Tageszeitung "Haaretz" erschienen sind, beschreibt sie den Alltag der
Palästinenser unter der israelischen Besatzung.
Amira Hass, 1957 als Kind von
Holocaust-Überlebenden in Israel geboren, lebt und arbeitet seit 1991 in
den besetzten Gebieten als Korrespondentin des linksliberalen
Qualitätsblatts
Haas ergreift offen Partei
für die leidenden Palästinenser, nicht für Jassir Arafats Regime. Sie
beschreibt das Leiden von Palästinensern, deren Häuser zerstört und
Grundstücke enteignet wurden. Sie spricht mit einer Palästinenserin in
Hebron, deren Nachbarn alle vor den Schikanen der Siedler geflohen waren
und die einen israelischen Soldaten anflehte, Medikamente für ihre kleinen
Kinder kaufen zu dürfen. Hass begleitet palästinensische Fahrgäste,
darunter ältere und kranke Menschen, die einen Erdwall erklettern müssen,
mit dem Israel alle mit dem Israel alle Zufahrtsstraßen in die West
Bank-Kleinstadt Beit Jala blockiert........
Sie ist die einzige
israelische Journalistin, die einzige Journalistin weltweit, die den
Alltag der Palästinenser lebt, über den sie schreibt. Amira Hass arbeitet
für die
linksliberale Tageszeitung Ha'aretz. Wenn israelische Panzer ins
Zentrum der autonomen Stadt Ramallah vorrücken, wenn die Luftwaffe ihre
Bomben und Raketen wirft, dann fühlt auch sie sich bedroht. Seit vier Jahren lebt Amira Hass in Ramallah, davor fünf Jahre in Gaza. Der Alltag der Palästinenser unter der
israelischen Besatzungsmacht ist seit Jahren ihr Thema. Für sie ist die
israelische Politik kolonialistisch, rassistisch und fördert die
Apartheid. Diese Politik wird zum Desaster für beide Völker führen, so die Analayse von Amira Hass. Sie schreibt aber auch unerschrocken über
Korruption in der palästinensischen Autonomiebehörde unter Arafat, über
Folter in palästinensischen Gefängnissen, über Schnellgerichte und den
Vollzug der Todesstrafe.......
Für ihre ungewöhnlichen und mutigen Reportagen aus den
Palästinensergebieten wurde sie mit dem World Press Hero Award des
International Press Institute ausgezeichnet. 2002 erhielt sie den Prince
Claus Award und den Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die
Menschenrechte.......
Quelle
Interview Amira Hass -
Friedensprozess als leere Worthülse
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Amira Hass ist die einzige israelische Journalistin, die den Alltag der
Palästinenser lebt, über den sie schreibt. In einem Interview berichtet
sie über ihr neustes Buch "Gaza" und über die Situation der
palästinensischen Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten .... >>>>
„Manchmal bin ich
sprachlos” - Die israelische Autorin Amira Hass über das Leben im
besetzten Palästina - „Was mir Energie verleiht, ist meine Wut.” Amira
Hass, Tochter von Holocaustüberlebenden, wohnt als einzige israelische
Journalistin in den besetzten palästinensischen Gebieten, heute in
Ramallah. Von dort schreibt sie für die israelische Tageszeitung „Ha´aretz”.
Im Münchner Beck-Verlag ist jetzt ihr Buch
„Morgen wird alles schlimmer” erschienen, das ihre vielfältigen
Erlebnisse enthält mit Kindern im Westjordanland, mit israelischen
Soldaten, mit „gemischten” Paaren, mit Fatah-Kämpfern. Die preisgekrönte
Journalistin, die gewöhnlich Interviews ablehnt, war in Jerusalem zu
einem Gespräch mit Johannes Zang bereit.
Literatur:
Morgen wird es noch schlimmer
Amira Haas
Amira Hass: „Morgen wird alles noch
schlimmer. Berichte aus Palästina und Israel”.
Aus dem Englischen von Sigrid Langhaeuser.
C.H.Beck Verlag, München, 213 Seiten; 19,90 Euro.
Das Buch von Amira
Hass "Morgen wird es noch schlimmer" ist auf Italienisch
unter dem Titel "Domani andrà peggio. Lettere da Palestina e Israele,
2001-2005" im Verlag "Fusi Orari" erschienen und kostet 15 Euro.
Die israelische
Journalistin Amira Hass lebt in Ramallah, wo sie als Korrespondentin für
die Tageszeitung Ha'aretz tätig ist. Fünf Jahre lang schickte sie einer
italienischen Zeitungsredaktion ihre Tagebucheinträge, die jetzt in
Buchform erschienen sind. Von Catherine Cornet -
mehr >>>
Bericht aus Ramallah - "Gegen den Strom"
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