Rupert Neudeck
liest aus seinem Buch "Ich will nicht mehr schweigen.
Presseerklärung - Rupert
Neudeck
Rupert Neudeck
liest aus seinem Buch "Ich will
nicht mehr schweigen.
20.01.2006 in der:
Heilig-Geist-Kirche – Am Dominikanerkloster in
Frankfurt.
Die Veranstaltung startet
um 19.00 Uhr.Einladung zur
Lesung mit Rupert Neudeck
„Ich will nicht mehr schweigen" von
Rupert Neudeck entstand in Folge mehrerer Reisen –
anlässlich des Mauerbaus – in die von Israel besetzten
Gebiete. Aus seinen persönlichen Erfahrungen vor Ort
entstand das Buch, welches auch ein Plädoyer für das
Schicksal der Palästinenser ist. „Wir Deutschen sind in
unserem ernsten Bemühen Schuld abzutragen, immer wieder
in die Freundschaftsfalle Israels hineingetapst",
schreibt Neudeck. Wir haben das Urteil Israels über die
Palästinenser angenommen, das oft das Urteil von
Verachtung ist. Dieses Volk wird seit 39 Jahren durch
eine Besatzung gequält! Neudeck verdeutlicht, warum die
sklavische Unterstützung der Politik Israels beendet
werden muss. Die Trauer und das Entsetzen über den
Holocaust ist das eine. Aber die sklavische
Unterstützung der Politik Israels ist etwas anderes."
Rupert Neudeck ist seit über 25
Jahren in rastloser Mission für Not leidende Menschen im
Einsatz. Er ist Begründer von „Cap Anamur" – einer
Bewegung, deren Schiff tausenden von vietnamesischen
Flüchtlingen das Leben gerettet hat – und seit 2002
Gründer und Vorsitzender der Hilfsorganisation Grünhelme
e.V., die sich für ein friedliches Zusammenleben von
Christen, Muslimen und Juden stark macht.
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Leserbriefe:
Günter Schenk |
Abraham Melzer |
Sabine Matthes |
Andreas Friederich |
Shraga Elam
Mit der freundlichen Bitte der Weitergabe an Frau
Gebhard. Besten Dank.
Sehr geehrte Frau Gebhard
mit Bestürzung nehmen wir zur Kenntnis, dass Sie
die lange vorbereitete Autorenlesung der Herren Dr.
Rupert Neudeck und Dr. Hajo Meyer kurzfristig in Ihren
Räumen in der Heilig-Geist-Kirche, am Dominikanerkloster
in Frankfurt am Main unmöglich gemacht haben. Ihr
Pressereferent wird mich zwar voraussichtlich noch heute
nachmittag bei mir zuhause im Elsass anrufen. Den Brief
unseres Freundes Abraham Melzer, Verleger in
Neu-Isenburg, an Herrn Lustiger, den Mann, der lt.
Mitteilung der Organisation "honestly concerned" durch
seine Verleumdungsarbeit bei Ihnen zur Kündigung der
Räume für die Autorenlesung geführt hat - und bei dem
sich h.c. in einem internen Schreiben ausdrücklich
bedankt - an jenen Arno Lustiger schrieb, möchte ich
Ihnen doch zur Lektüre weitergeben.
Es ist wohl nicht notwendig, Ihnen zu sagen, wie
groß der Schaden für die Meinungsfreiheit, ja für die
Bürgerfreiheit in unserem Lande, in der Stadt Frankfurt,
aber auch für uns, eine jüdisch-arabische
Bürgervereinigung in Straßburg durch Ihr feiges
Zurückweichen vor einer undurchsichtigen, unmoralischen
und friedensfeindlichen Gruppierung ist. Wir,
Freundinnen und Freunde aus Straßburg, hatten bereits
die Reise nach Frankfurt fest geplant - und nun, die
ärgerliche, aus Feigheit geborene Kündigung durch Sie.
Dass dies von einer christlichen Vereinigung geschieht
ist umso schlimmer, als jede, jeder von Ihnen weiß,
wissen muss, wer Herr Neudeck ist, was er, der
praktizierende Christ in all den Jahren für die
Menschlichkeit getan hat.
Über Herrn Dr. Meyer aus den Niederlanden wäre es für Sie ein Leichtes gewesen, weitere
Erkundigungen einzuholen. Nur, Sie taten das nicht. Sie
verrieten den Menschen, der Ihrer Kirche den Namen
gegeben hat. Sie lieferten sich den Pharisäern aus, sie
halfen nicht mit bei der "Reinigung" des Tempels. Sie
gaben der Macht nach. Der angemaßten und durch nichts
gerechtfertigten Macht, es sei denn, der Reichtum des
Herrn Dr. Lustiger genügten Ihnen als Rechtfertigung für
Verleumdung und Predigen von Hass (dies gilt besonders
für die Vereinigung, für die Hr. Lustiger tätig wurde,
deren Mitglied er offensichtlich ist. (Ich stelle Ihnen
gern weitere Unterlagen, auch die internen Berichte
dieser Organisation von "Dunkelmännern" und
"Dunkelfrauen" zur Verfügung, wenn Sie dies wünschen.
(die Organisation h.c. möchte, lt. eigener Aussage,
verhindern, dass die dort angezettelten Diffamationen in
ihrem Inhalt und Form außerhalb der eigenen Gruppe
bekannt wird !!!)
Sehr geehrte Frau Gebhard, was Sie in Frankfurt
getan haben, ist eine Schande. Es ist aber auch, und das
sollte Ihnen zu denken geben, ein Jammer.
Zurückzuweichen
vor Verleumdern, Feinden der Völkerverständigung,
Feinden des Friedens, das wird eine Hypothek bleiben,
von der sich zu befreien, schwer sein wird für Sie und
für jene, die diese erbärmliche Entscheidung der
Kündigung von Räumen für Melzer/Neudeck/Meyer zu
verantworten haben.
Wie werden Sie das von Ihnen zerschlagene
Porzellan flicken können, frage ich mich
mit freundlichen Grüßen
Günter Schenk
Beinheim, Elsass
- Mitglied des "collectif judéo-arabe et citoyen pour la
Paix" Strasbourg
- Sprecher des "Aktionsbündnis für einen gerechten
Frieden für Paläsina"
- Gründungsmitglied des Vereins frz. Rechtes
FARRAH-France
- Gründungsmitglied des Vereins frz. Rechtes AIPPP
(Association Internationale pour la Préservation du
Patriomoine Palestinien)
es
folgt eine Kopie des Schreibens unseres Freundes
Abraham
Melzer an Herrn Dr. Arno Lustiger, zu Ihrer freundlichen
Kenntnisnahme:
SgHerr
Lustiger,
beim
nochmaligen Lesen Ihres Briefes fällt mir dieses Detail
auf und ich bin, so wie Sie, schockiert zur Kenntnis
nehmen zu müssen, wie sehr Sie die Nazi-Ideologie und
Nazi-Methoden verinnerlich haben, dass Sie sie jetzt
selber anwenden. Und jammern Sie nicht, dass ich Sie mit
den „barbarischen Handlungen der Nazis“ vergleiche. Denn
abgesehen davon, dass Ihr Freund und Kampfgefährte
Henryk M. Broder erst vor wenigen Tagen vor einem
Frankfurter Gericht expressis verbis gesagt hat, dass es
erlaubt und legitim sei „zu vergleichen“, zwingen Sie
mir durch Ihr Schreiben einen solchen Vergleich geradezu
auf.
Sie
fordern „alle Freunde und Bekannte“ (früher sagte man
Kameraden) in guter SA-Manier auf, die von mir geplante
Veranstaltung zu stören, „sowohl vor dem
Veranstaltungsort, wie auch während der Veranstaltung“
und vergessen nicht daran zu erinnern, dass man die
Israel-Fahnen mitbringen soll. Aus der Beschäftigung mit
der jüngsten deutschen Geschichte weiß ich, dass die
Führer der SA auch ihre Kameraden aufgefordert haben,
Veranstaltungen der Kommunisten, Sozialdemokraten und
Zeugen-Jehovas zu stören und natürlich die
Hakenkreuzfahnen nicht zu vergessen. Das Angenehme und
Sympathische an unserer Bundesrepublik ist, dass man so
wenige Fahnen sieht, im Gegenteil zu totalitären Regimes
wie früher in der UdSSR, in der DDR und im
Nazi-Deutschland. Wenn es heute irgendwo Demonstrationen
mit Fahnen gibt, dann kann man fast mit Sicherheit davon
ausgehen, dass es Juden sind, die für Israel
demonstrieren.
Sie
bezeichnen sich als „Überlebender des Holocaust“ und
schämen sich nicht einen anderen Überlebenden, der Ihnen
in Auschwitz hätte begegnen können, so zu beleidigen
statt ihn gegen solch ungeheuerliche Beleidigung durch
Henryk Broder in Schutz zu nehmen, der ihn einen
„Berufsüberlebenden“ genannt hat. Wie wäre Ihnen zumute,
wenn man Sie „Berufsüberlebender“ nennen würde?
Und
ganz besonders erschüttert bin ich über Ihre
ungeheuerliche Verleumdung und Beleidigung von Rupert
Neudeck, ein seit Jahren verdienstvoller und bekannter
Mann, der sich für Menschenrechte und humanitären Ziele
in der Dritten Welt eingesetzt hat, als Sie noch mit
Klamotten gehandelt haben und nichts anderes im Kopf
hatten, als Geld zu machen. Ich hoffe, dass es in dieser
Republik jemanden außer mir geben wird, der ihn in
Schutz nimmt und Sie in Ihre Grenzen verweist. Sie
erwecken den Eindruck, dass Sie für sich (und übrigens
u.a. auch Henryk Broder) alle Freiheit für
Unverschämtheiten in Anspruch nehmen, weil Sie davon
ausgehen als Jude unangreifbar zu sein.
Das
sind Sie nicht. Wie sagte Herr Broder neulich im
Gerichtssaal so treffend: Juden sind wie alle anderen
Menschen auch, es gibt Betrüger unter ihnen und solche,
die bei rot über die Ampel fahren und es gibt auch
Antisemiten unter ihnen. Wie wahr. Aber es gibt auch
Nazis unter ihnen, auch das ist wahr, „und ich bin es
nicht“. Uns somit ist Herzls Wunsch in Erfüllung
gegangen, der von „jüdischen Polizisten und jüdische
Verbrecher in einem jüdischen Staat“ träumte.
Und
last not least: Sie schreiben „Am Israel chai! Lang lebe
Israel!“ Damit bin ich einverstanden, aber nicht auf
Kosten seiner Nachbarn und nicht indem man seine
Nachbarn tötet. Meine und Hajo Meyers Konsequenz aus
Auschwitz ist: Nie wieder Opfer sein aber auch niemals
Täter sein. Herr Broder meint aber es macht Spaß Täter
zu sein und ich habe nirgends vernommen, dass Sie
dagegen protestiert haben.
Im
Hinblick auf den Freitagabend wünsche ich Ihnen Schabat
Shalom!
Abraham Melzer
|
Leserbriefe:
Günter Schenk |
Abraham Melzer |
Sabine Matthes |
Andreas Friederich |
Shraga Elam
Rupert Neudeck liest aus seinem Buch "Ich will nicht mehr schweigen.
„Ich will nicht
mehr schweigen" von Rupert Neudeck
entstand in Folge mehrerer Reisen –
anlässlich des Mauerbaus – in die von
Israel besetzten Gebiete. Aus seinen
persönlichen Erfahrungen vor Ort
entstand das Buch, welches auch ein
Plädoyer für das Schicksal der
Palästinenser ist. „Wir Deutschen sind
in unserem ernsten Bemühen Schuld
abzutragen, immer wieder in die
Freundschaftsfalle Israels
hineingetapst", schreibt Neudeck. Wir
haben das Urteil Israels über die
Palästinenser angenommen, das oft das
Urteil von Verachtung ist. Dieses Volk
wird seit 39 Jahren durch eine Besatzung
gequält! Neudeck verdeutlicht, warum die
sklavische Unterstützung der Politik
Israels beendet werden muss. Die Trauer
und das Entsetzen über den Holocaust ist
das eine. Aber die sklavische
Unterstützung der Politik Israels ist
etwas anderes."
Rupert Neudeck ist
seit über 25 Jahren in rastloser Mission
für Not leidende Menschen im Einsatz. Er
ist Begründer von „Cap Anamur" – einer
Bewegung, deren Schiff tausenden von
vietnamesischen Flüchtlingen das Leben
gerettet hat – und seit 2002 Gründer und
Vorsitzender der Hilfsorganisation
Grünhelme e.V., die sich für ein
friedliches Zusammenleben von Christen,
Muslimen und Juden stark macht.
20.01.2006 in
der: Heilig-Geist-Kirche – Am Dominikanerkloster in
Frankfurt.
Die
Veranstaltung startet um 19.00 Uhr. |
| Sehr geehrte Damen und
Herren der Regionalredaktion
...vor wenigen Minuten erhielt ich die
Mitteilung von "honestly concerned".... ", einer Vereinigung,
die es sich zum Ziel gesetzt hat, jede Kritik in
Deutschland an der Regierung Israels, besonders jede
Kritik am Vorgehen des Staates Israel und seiner
Streitkräfte gegenüber dem palästinensischen Volk im
Keime zu ersticken, mit einem Schreiben des Arno
Lustiger, Frankfurt am Main, der sich hier durch seine
Unterschrift mit dem Wort
"Euer" als Mitglied dieser
im höchsten Maße freiheitsfeindlichen
und die in
ihren Methoden eher an eine faschistoide Vereinigung
denken lässt. Einen
gerechten Frieden für Nahost hat h.c. nicht im Sinn und
überträg diese Haltung auch auf Deutschland.
Ich bin
erschüttert: ein Mann wie Dr. Rupert Neudeck, uns
Allen seit vielen Jahren bekannt wegen seiner
zahlreichen humanitären Einsätze, für seine verdienstvolle Tätigkeit als
Gründer von "Cap Anamour", dazu ein ehrenhafter
Buchautor, der Auschwitz-Überlebende Dr. Hajo Meyer und
beider Verleger werden hier auf eine Weise
verunglimpft und in ihrer Ehre verletzt, dass es einen
die Haare zu Berge stehen lässt. Dies darf so nicht
geschehen!
Der Verleger Abraham Melzer,
ein Jude mit großem verlegerischen Einsatz für das
Verständnis des Judentums in Deutschland, ein Mann, der
durch seine
Vergangenheit Mut und Sinn
für Verantwortung unter Beweis gestellt hat, werden hier
von einer "Konzertierten Aktion" von Gegnern der
Freiheit des Denkens,
Gegnern der Freiheit
schlechthin, in ihrer dem Frieden und dem Verständnis
unter den Menschen und Völkern dienenden Arbeit
behindert.
Wir, Straßburger Freunde und
ich, hatten bereits fest die Reise nach Frankfurt zur
Lesung des Herrn Neudeck bei Anwesenheit von Dr. Meyer,
dessen Kommen aus den Niederlanden wir erwartete haben,
geplant. Wir kennen Herrn Dr. Arno Lustiger nicht. Wir
kennen hingegen aus leitvoller Erfahrung, die Gruppe h.c.,
die sich hier zu seinem Sprachrohr macht. Wir, Juden und
Nichtjuden aus dem Elsass, sind zutiefst betrübt über
die Intervention des Herrn Dr. Lustiger und hoffen, dass
die Frankfurter Medien dem unguten Treiben von Feinden
guter demokratischer Tradition einen Riegel
vorschiebt.
Es ist nur allzu
offensichtlich: die Bereitsteller der Räume für eine
lange geplante Autorenlesung sollen verunsichert werden.
Ihnen wurde offensichtlich mit Erfolg vermittelt, dass h.c. und
eine nicht weiter beschriebene Gruppe zur Gewalt
bereiter Personen die Autorenlesung stören, ja sogar die
Unversehrtheit und Sicherheit der Besucher und
des Veranstaltungsraumes gefährden könnten. Das
Verhalten der Verantwortlichen für die Räumlichkeiten,
des Evangelischen Regionalverbandes haben durch Feigheit
nicht nur ihren eigenen Glauben verraten, sondern sich
der Gewalt gebeugt. Dies ist der eigentliche Skandal
hinter der verhinderten Veranstaltung.
Ich bitte Sie, darüber
entsprechend zu berichten. Über den dem Verleger Melzer
zugefügte Schaden, über den Schaden für die Autoren und
die zahlreichen zu erwarteten Besucher, in unserem Fall
aus dem nahen Elsass, besonders aber für den Schaden an
der Meinungsfreiheit darf dabei nicht geschwiegen
werden, kann man doch davon ausgehen, dass es den
Hintertreibern dieser Autorenveranstaltung gerade darum
ging: den Schaden für Veranstalter und Besucher
möglichst hochzutreiben.
Ich rufe Sie dazu auf, Ihrer
journalistische Verantwortung gemäß, hier als
unerlässliches Korrektiv im Sinne der Meinungsfreiheit
zu wirken
mit freundlichen Grüßen
Günter Schenk
5, rue des cigognes
F-67930 Beinheim
- collectif judéo-arabe
et citoyen pour la paix, Strasbourg
- coordination de
l'Appel de Strasbourg pour une paix juste au Proche
Orient
- AIPPP, Association
Internationale pour la Préservation du Patrimoine
Palestinien
|
Leserbriefe:
Günter Schenk |
Abraham Melzer |
Sabine Matthes |
Andreas Friederich |
Shraga Elam
Leserbrief zu:
"Ein beispielloser Prozess. Kann ein Jude
Antisemit sein?" SZ vom 14./15.1.2006, Seite
17
"Ein beispielloser Prozess. Kann
ein Jude Antisemit sein?" SZ vom
14./15.1.2006, Seite 17
Der Verleger Abraham Melzer
will nicht den selben Fehler begehen, wie
seinerzeit die westlichen Kommunisten, die mit
ihren rosaroten Brillen dem russischen Volk
wenig dabei geholfen haben, auf den Weg der
Perestroika zu gelangen.
Seine Liebe zu Israel ist
weniger blind und drückt sich in teils scharfer
Kritik aus, die der Publizist Henryk M. Broder
als "jüdischen Selbsthass" und "Antisemitismus"
diffamiert - wogegen sich Melzer gerichtlich zur
Wehr setzt. Melzers Publikationen und Appelle an
unsere doppelte Verantwortung für die direkten
und indirekten Opfer des Holocaust, Juden und
Palästinenser, sind nicht pro oder contra dieses
oder jenes Volk, sondern pro Gerechtigkeit und
Freiheit, contra Ungerechtigkeit und
Unterdrückung.
Damit verkörpert er eine
mutige, in Deutschland noch seltene, jüdische
Stimme des Gewissens, wie sie der
amerikanisch-jüdische Theologe Marc Ellis in
einer jüdischen Befreiungstheologie fordert,
welche vor allem die universale ethische
Dimension des Judentums entfaltet: generell in
Solidarität mit allen Leidenden der Welt,
speziell im Bemühen um eine "Befreiung" der
Palästinenser. Für Ellis ist die Befreiung des
jüdischen Volkes verbunden mit der Befreiung des
palästinensischen Volkes. Ihm zufolge liegt "in
den Gesichtern der Palästinenser die Zukunft
dessen, was es bedeutet, Jude zu sein." Ellis
geht so weit, besonders die linken, progressiven
Juden und friedensbewegten Christen für Israels
ungehinderte Expansionspolitik verantwortlich zu
machen, weil sie durch ihre scheinbar
großzügigen Slogans der "Teilung" ein
rassistisches Konzept unterstützen, das die
Palästinenser als demographische Bedrohung in
ihrem eigenen Land ansieht.
Instinktiv, aus den
Erfahrungen der eigenen Leidensgeschichte,
hatten sich viele amerikanische Juden
solidarisch an die Seite der schwarzen
Bürgerrechtsbewegungen von Martin Luther King
und Nelson Mandela gestellt, und damit zur
Gleichberechtigung in den USA und zur
Überwindung der Apartheid in Südafrika
beigetragen. Seine letzten Besuche im Heiligen
Land haben Erzbischof Desmond Tutu tief
erschüttert: "Die Apartheid ist zurück, komplett
samt "Trennungsmauer" und Bantustans. Geschichte
scheint sich zu wiederholen." Seit 1948 wurde
die Mehrheit der Palästinenser, ähnlich wie die
Schwarzen Südafrikas, durch eine Politik der
Vertreibung und Rassentrennung aus ihrer Heimat
hinausdefiniert, in Flüchtlingslager
transferiert oder in homelands gedrängt. So
riefen letzten Sommer, inspiriert vom Erfolg der
Anti-Apartheidbewegung, knapp 200
palästinensische Organisationen die
Weltgemeinschaft zu entsprechenden Boykotten und
Sanktionen gegen Isrel auf, um die Durchsetzung
von internationalem Recht, UNO-Resolutionen und
Menschenrechten zu erwirken.
Abraham Melzer ergeht es
ähnlich, wie seinerzeit den weißen Kritikern der
Apartheid, die für ihren "Verrat" von der Dutch
Reformed Church als "anti-christlich"
gebrandmarkt wurden, um weitere potentielle
"Verräter" abzuschrecken und eine Bloßstellung
des Systems zu verhindern. Inzwischen sind diese
"Verräter" zu Helden geworden.
Mit
freundlichen Grüßen,
|
Leserbriefe:
Günter Schenk |
Abraham Melzer |
Sabine Matthes |
Andreas Friederich |
Shraga Elam
Andreas Friedrich
www.Profi-reporte.de
Lesermeinung
Thema: Lesung von Neudeck in Frankfurt/Main
Es ist keine Überraschung, dass es diversen Individuen und
Gruppierungen offenbar immer wieder fertig
bringen, Veranstaltungen, welche sich mit dem
Thema Palästina auseinandersetzen, im Vorfeld zu
stören, bzw. diese Veranstaltungen verhindern.
Waren in der Vergangenheit neben Veranstaltungen der
„Stopp The Wall“ in Köln sowie das
„Internationale Symposium“ in Düsseldorf diverse
Veranstaltungen in der Schweiz (Genf) und
Österreich, so stehen nun Hajo Meyer und Rupert
Neudeck von Cap Anamur auf dem Speisezettel
entsprechender.
Das weder Meyer noch Neudeck Antisemiten sind, geschweige
denn gegen den Staat Israel hetzen, scheint
unwichtig, wichtig ist offenbar, dass beide sich
mit der Realität hinter der Trennmauer
auseinandersetzen, und das ist einigen schon zu
viel- es könnte ja etwas an die Öffentlichkeit
gelangen, was die Öffentlichkeit nicht erfahren
darf, anders ist das verquerte, paranoide und
schizophrene Verhalten entsprechender Individuen
nicht zu erklären.
Besonders traurig, dass ein Überlebender des Holocaust
massiv Politik gegen die Lesung von Neudeck
betrieben hat mit dem Ergebnis der Raumkündigung
an Herrn Melzer.
Doch müsste nicht gerade ein Überlebender des Holocaust
wissen, wie sich Unterdrückung anfühlt?
Oder ist der Hass so groß, dass dieser auf die
Palästinenser und auf all diejenigen, welche
sich mit diesem Thema auseinandersetzen,
projiziert wird?
Andrerseits stelle ich mir die Frage, wieso Neudeck, Meyer
und der frühere Bundesarbeitsminister Blüm
offenbar außerstande sind, sich gegen diese
Individuen zu wehren?
Sollte nicht gerade ein ehemaliger Bundesminister diverse
Möglichkeiten haben?
Fragen über Fragen, aber keine Antworten.
Daher bis zur nächsten Veranstaltung zum Thema Palästina.
Andreas Friedrich, Düsseldorf
|
Leserbriefe:
Günter Schenk |
Abraham Melzer |
Sabine Matthes |
Andreas Friederich |
Shraga Elam
Sehr
geehrter Herr Dr.h.c. Lustiger,
Ihren
langjährigen verdienstvollen Einsatz für die
Thematisierung und Verarbeitung des
jüdischen Widerstands während der NS-Zeit
schätze ich sehr . Umso mehr bin ich über
Ihren jüngsten Aufruf gegen die
Veranstaltung mit meinem Freund Hajo Meyer
am 20.1.2006 in Frankfurt a.M. sehr
erstaunt.
Sie schreiben:
"Die
Gastredner, Hajo Meyer und Rupert
Neudeck, sind einschlägig für Ihre
Meinungen und Ihre Vergleiche zwischen den
Verteidigungsmaßnahmen des Staates
Israels und den barbarischen Handlungen der
Nazis bekannt."
Wenn Sie von
israelischen Verteidigungsmaßnahmen
sprechen, ist klar, dass Sie, im Unterschied
zu Hajo Meyer, noch nie an einem Checkpoint
in den West Bank gewesen waren. Ich empfehle
Ihnen dringend die erschüttenden Berichte
der israelischen Machsom-Watch (http://www.machsomwatch.org/)
zu lesen oder die zahlreichen Berichte über
Menschenrechtsverletzungen, die die
israelische Organisation B'tzelem (http://www.btselem.org/index.asp)
dokumentiert hat, und die Liste der
Lesetipps ist noch lange.
Grundsätzlich
kann anhand von seriösen israelischen
Quellen das folgende Bild gezeichnet werden:
Vorgeblich um Terroranschläge zu verhindern,
verhängt Israel im klaren Verstoss gegen die
Genfer Konvention u.a.
Kollektivstrafmassnahmen. Dabei nimmt man
an, dass wenn der Druck auf die
Zivilbevölkerung gross genug wird, diese den
Druck an die Militanten weitergeben würde,
so dass Terroranschläge gestoppt würden.
Selbst israelische Generäle geben zu, dass
diese Logik nicht funktioniert und die
Zivilbevölkerung nie im Stande wäre, den
Militanten irgendeine Politik aufzuzwingen.
Ich bin kein
Anhänger von Gewaltakten, aber gerade Sie
müssten das Recht von unterdrückten
Menschen, sich auch mit Gewalt zu wehren,
respektieren. Wer ihnen dieses Recht
abspricht oder die Tatsache ihrer
Unterdrückung verleugnet, vertritt eine
absolut amoralische Haltung und macht sich
mitschuldig an Verbrechen.
Wenn Hajo Meyer
die mit eigenen Augen gesehene Situation in
den von Israel seit 1967 besetzten Gebieten
mit den eigenen Erfahrungen in
NS-Deutschland der 1930er Jahre vergleicht,
so ist es absolut sein Recht und sogar
Pflicht, diese seine subjektive Wahrnehmung
als Mahnung publik zu machen. Denn wer zu
Verbrechen schweigt oder sogar die Meldungen
über sie unterdrückt, macht sich
mitschuldig. Dies zeigen eindeutig die
jüdischen Erfahrungen.
Ich weiss, dass
der Vergleich zwischen den israelischen und
NS-Verbrechen völlig tabuisiert wird und
halte dieses Tabu für unberechtigt und sogar
schädlich. Wenn NS-Judenverfolgungen, der
NS-Judeozid, als Massstab für alle Genozide
und Kriegsverbrechen dienen sollen, wie es
kürzlich von der UNO beschlossen wurde, dann
sollte solch ein Vergleich möglich sein.
Vergleiche
zwischen zwei historischen Ereignissen
können richtig, falsch oder auch irgendwo
dazwischen sein, dürfen aber auf keinem Fall
verboten werden. Selbstverständlich sollen
die Motivationen der Vergleichziehung bzw.
deren Ablehnung offengelegt bzw. hinterfragt
werden.
Inhaltlich muss
zum konkreten Vergleich zwischen Israel und
NS-Deutschland folgendes gesagt werden:
Mit allen
offensichtlichen Unterschieden zwischen den
beiden Situationen gibt es zu viele
besorgniserregende Ähnlichkeiten, die auch
von zahlreichen anderen Israelis
festgestellt werden, so von der ehemaligen
Erziehungsministerin Shulamit Aloni und
sogar auf seine Art der Historiker Prof.
Yehuda Bauer.
Wie Sie wissen,
war die NS anti-jüdische Politik von einer
steten Radikalisierung gekennzeichnet und
wir können von drei Hauptphasen sprechen:
1) 1933-38
"freiwillige" Vertreibung
2) 1938-41
Zwangsvertreibung oder Ghettoisierung
3) 1941-44
systematische Vernichtung
Es gibt mehrere
Gründe dafür, dass wir jetzt über eine
"freiwillige" Vertreibung der
PalästinenserInnen sprechen können und deren
zunehmende Ghettoisierung beobachten können.
Es gibt starke
Kräfte in Israel, die auch zeitweise an der
Regierung beteiligt waren, die für eine
Massenvertreibung der PalästinenserInnen
plädieren und diese Stimmen dürfen nicht
bagatellisiert werden.
Wenn Sie sich
über die Zukunft Israels und die Juden und
Jüdinnen sorgen, dann muss es Ihnen ein
Anliegen sein, vor diesen gefährlichen
Entwicklungen zu warnen. Israel geht durch
eine grosse eskalierende Dauerkrise. Die
Gewaltanwendung (auch intern), Armut und
Korruption erreichen erschreckende
Dimensionen und die Rechtsradikalen spielen
eine nicht zu übersehende Rolle. Dies sind
bekannte und fast klassische Komponenten,
die nicht verdrängt werden dürfen.
Hochachtungsvoll
Shraga
Elam
Israelischer
Recherchierjournalist, historischer Forscher
und Buchautor in Zürich.
2004 gewann ich den renommierten
australischen Journalistenpreis Gold Walkley
Award für meine Enthüllung über Konti
australischer Prominenter bei Bank Leumi
(Schweiz).
|
Leserbriefe:
Günter Schenk |
Abraham Melzer |
Sabine Matthes |
Andreas Friederich |
Shraga Elam
Artikel zum Thema:
|
19.1.06 Israel-Kritik
-
Melzer beharrt auf Lesung
Auch die
Juedische.at (Samuel
Laster) spielt mit Broder zusammen (Beiträge im Januar 2006
1 |
2 | 3 |
4 |
5 |
6 |
7
|
8 ) das Spiel: "Neue Jagd auf
Antisemiten Kritiker der israelischen Regierung...."
mehr >>>
Arno
Lustiger nennt antisemitisch, was ihm vor die pro-kapitalistische Flinte
kommt.
Jagdaktion
gegen Rupert Neudeck
Honestly Concerned
Gesellschaft:
Evangelischer Regionalverband sagt Vortrag
mit Israel-Kritikern ab - FAZ.NET -
Rhein-Main-Zeitung
Darf man hierzulande Menschenrechtsverbrechen thematisieren? Anscheinend nicht wenn bestimmte Gruppen das Sagen haben. Im Kampf Freiheit gegen Repression hat die Freiheit gerade mal wieder ein Tor kassiert. Zitat aus dem Artikel der FAZ: „Wie zu hören war, planten einige Kritiker des geplanten Lesung Protestbekundungen in und außerhalb der Heilig-Geist-Kirche. Man sei nicht sicher, ob alles friedlich ablaufen werde, hieß es. Offenbar vor diesem Hintergrund befürchtete die Führung des Regionalverbandes, daß es am Freitag zu unschönen Szenen kommen könnte, und kündigte den Vertrag.“ Der Druck von der Straße klappt in Deutschland eben noch immer, heute wie vor siebzig Jahren.
Und dieselben Leute führen einen Feldzug gegen den "repressiven Islam" - ein Paradebeispiel der Projektion! Bataille hatte eben schon Recht, wenn er sagte: Was uns am meisten schreckt, ist in uns.
Aber denken Sie immer brav daran: Es GIBT keine aggressive jüdisch-israelische Lobby, die Israelkritik verhindern möchte! Wer so etwas behauptet, der ist und bleibt - darauf wird diese Lobby steif und fest bestehen - schlichtweg ein Antisemit. - Arne Hoffmann
|
Leserbriefe:
Günter Schenk |
Abraham Melzer |
Sabine Matthes |
Andreas Friederich |
Shraga Elam
Bericht über die
Veranstaltung mit
Abraham Melzer, Hajo
Meyer und Rupert
Neudeck am
20.01.2006 –
Dominikanerkloster/Pressekonferenz
Abraham
Melzer:
Alibi-Jude,
Schmock
der
Woche*****),cholerischer,
antisemitischer
GRÖVAZ
(„Grösster
Verleger
aller
Zeiten“).
So sieht
Henryk
M.
Broder,
journalistischer
Kabarettist
mit
eigener
Homepage,
den Neu
Isenburger
Verleger
und
Kaufmann
Abraham
Melzer.
Zwei
ehemals
befreundete
Männer.
Beide
aus Köln
stammend.
Beide im
journalistischen
Bereich
arbeitend,
lange
Zeit
sogar
gemeinsam,
sich
gegenseitig
helfend.
Heute
sind sie
sich
spinnefeind
und
begegnen
sich
wegen
oben
genannter
Aussagen
in
Frankfurt
vor dem
Gericht.
Wie
konnte
es so
weit
kommen?
Einfach
gesagt
wegen
verschiedener
Ansichten
über
das, was
gelebte
Menschlichkeit
und
Freiheit,
ohne
Ansehen
der
Religion,
Hautfarbe
oder
Volkszugehörigkeit
bedeutet.
Aber wie
vieles
im
Leben,
ist es
auch
hier
nicht
ganz so
einfach
wie es
aussieht.
Beide
sind
Juden,
und
beide
kennen
Israel/Palästina.
Die
Haltung
beider
jedoch
zum
Palästinakonflikt
kann
unterschiedlicher
nicht
sein –
und
nicht
nur bei
ihnen.
Abraham
Melzer ist der Ansicht
Freiheit
und ein
Leben in
Würde,
ohne
Ansehen
der
Religion,
Hautfarbe
oder
Volkszugehörigkeit,
gilt für
jeden
Menschen
auf der
Welt.
Und so
etwas
wie den
Holocaust
darf es
nie,
auch nur
in
Ansätzen
wieder
geben.
Punkt!
Hendrik
Broder ist der gleichen
Ansicht.
Aber
........
Egal was
an
Menschenrechtsverletzungen
aus
Israel
gemeldet
wird,
seien es
palästinensische
Kinder
in
Gefängnissen,
die
Zerstörungen
der
Häuser,
der
Olivenhaine,
die
Ermordung
unliebsamer
Gegner,
oder der
Fall des
13jährige
Mädchens
Iman al
Hams,
das auf
dem
Heimweg
von der
Schule
war, als
es von
einem
israelischen
Offizier
gezielt
mit
mehrere
"Fangschüssen"
ermordet
wurde.
Nur ein
kleiner
Ausschnitt
aus
vielen,
täglich
statt
findenden
Menschenrechtsverletzungen
Israels
an den
Palästinensern.
All dies
ist für
Broder –
egal,
denn er
schweigt.
Hauptsache
es
dringt
nichts
nach
außen.
Dafür
sorgt er
und
seine
Freunde,
die sich
"honestly
concerned"
nennen.
Jeder,
der die
Menschenrechtsverletzungen
in
Israel
anprangert
ist ihr
Feind.
Er wird
als
Antisemit
beschimpft,
als
"Schmock
der
Woche" (Arschl...
der
Woche)
von
Broder
ins
Internet
gestellt,
und
anderweitig
versucht
ihn
gesellschaftlich
zu
demontieren.
Sein
Credo:
"Besser
Täter
als
Opfer"
sein,
"denn
Täter
sein
macht
Spaß"..
Deshalb
kann
Broder
es nicht
verstehen,
dass
Abraham
Melzer
sich
auch
Sorgen
um die
Menschenrechte
der
Palästinenser
macht -
dies
kund
tut, und
in sein
tägliches
Handeln
einfließen
lässt.
Für
Broder
ist er
daher
ein
Verräter,
ein
Nestbeschmutzer,
ein
Selbsthasser
!
Abraham
Melzer
hat das
letzte
Buch von
Rupert
Neudeck*)
(Gründer:
Cap
Anamur,
Grünhelme)
verlegt.
Dieses
behandelt
die
Eindrücke
der
Reise
Neudecks
in die,
seit
fast 40
Jahren
von
Israel
besetzten,
Palästinensergebiete.
Er
beschreibt
darin
die
tägliche
Unterdrückung
der
Palästinenser,
die
täglichen
Menschenrechtsverletzungen.
Damit
steht
Rupert
Neudeck
natürlich
ganz
oben auf
der
Liste
von
Broder
und
"honestly.."
Nun hat
Abraham
Melzer
Rupert
Neudeck,
zu einer
Autorenlesung
nach
Frankfurt
eingeladen,
und
dafür
von
Evangelischen
Regionalverband
Räume im
Dominikanerkloster
angemietet.
Als
Besucher
hatte
sich
auch
Hajo
Meyer,
Autor**),
Überlebender
des
Vernichtungslagers
Auschwitz
(von
Broder
als
"Berufsüberlebender"
verunglimpft),
angekündigt,
ein
Freund
Rupert
Neudecks.
Nach
massiven
Protesten
von
jüdischer
Seite
und der
Warnung,
dass es
zu
Ausschreitungen
kommen
könnte,
kündigte
die
Vorsitzende
des
Regionalverbandes,
Esther
Gebhardt,
den
Vertrag
mit dem
Melzer-Verlag***).
In der
Kürze
der Zeit
war es
nicht
möglich
gewesen,
andere
Räumlichkeiten
anzumieten.
Aus der
Not eine
Tugend
machend
las
Rupert
Neudeck,
trotz
Regen
und
Kälte,
VOR DER
TÜRE des
verschlossenen
Dominikaner-Klosters
den etwa
50
Interessierten,
einige
Abschnitte
seines
Buches
vor.
Die
Gegner
der
Veranstaltung
postierten
sich in
einigem
Abstand,
wollten
nicht
fotografiert
werden,
betätigten
aber
selbst
fleißig
ihre
Kameras.
Die
„machtvolle“
Protestdemonstration
von
vielleicht
10
Personen
schwenkte
immerhin
2 kleine
Israelpapierfähnchen
und
Abraham
Melzer
begrüßte
den
„Chefredakteur“
der
„ehrlich
Besorgten“
namentlich.
Auf der
anschließenden
Pressekonferenz
im
Kolpinghaus
schilderte
Abraham
Melzer
die
ständigen
Versuche,
seinen
Verlag
zu
diskreditieren.
Dies
gehe
sogar
soweit,
dass
Kunden
des
Melzer-Verlages
mit
einstweiligen
Anordnungen
und
ähnlichem
bedroht
werden,
wenn sie
bestimmte
Bücher,
wie z.
B. die
Bücher
von
Rupert
Neudeck
ins
Sortiment
nehmen
wollten.
Rupert
Neudeck
zeigte
sich
enttäuscht
durch
das
Verhalten
von Arno
Lustiger****).
Bis zu
seiner
Abreise
nach
Frankfurt
hoffte
er noch
vergeblich
auf eine
Begründung
von
Seiten
Lustigers
für
dessen
Vorwürfe.
Dann
fasste
er noch
einmal
die
Eindrücke
seiner
Reise
zusammen,
erzählte
von
palästinensischen
Frauen,
die an
den
israelischen
Checkpoints
ihre
Kinder
auf
offener
Strasse
zur Welt
bringen
müssen,
weil sie
nicht
zum
nächsten
Krankenhaus
durchgelassen
werden,
von
täglicher
Willkür
und
Demütigungen
durch
die
Besatzungsmacht.
Besonders
von
seinem
Besuch
Hebrons
war er
so
erschüttert,
dass in
ihm der
Entschluss
reifte,
sich
dafür
einzusetzen,
dass
dieser
Zustand
massiven
Unrechts
beendet
wird,
und
forderte
zu einer
sachlichen
Diskussion
auf.
Zwischendurch
musste
die
Polizei
einen
aggressiven
Störer
aus dem
Saal
entfernen,
nachdem
er der
Aufforderung
zu
gehen,
oder
sich
ruhig zu
verhalten,
nicht
Folge
leistete.
Hajo
Meyer
ging auf
den ihm
gemachten
Vorwurf
ein, er
vergleiche
die
Politik
Israels
gegen
die
Palästinenser
mit der
Politik
der
Nazis
gegen
die
Juden.
Dabei
monierte
er, dass
man die
anti-jüdische
NS-Politik
immer
nur mit
dem
Holocaust
in
Verbindung
brächte,
jedoch
die
schon
davor
stattfindende
Ausgrenzung,
Entwürdigung,
Terrorisierung
der
Juden
ausblende,
denn nur
dort
sieht er
– aus
eigener
Erfahrung
- den
Vergleich
mit der
israelischen
Besatzungspolitik
!
Deshalb
seien
die
Behauptungen
seiner
Gegner
falsch,
denn
„vergleichen“
sei
etwas
völlig
anderes
als
„gleichsetzen“!
Derzeit
könne
man von
einer
"freiwilligen"
Vertreibung,
und
zunehmender
Ghettoisierung
der
Palästinenser
sprechen.
In guter
Gesellschaft
berühmter
jüdischer
Gelehrter
und
Rabbis
fordere
er daher
ein
intermenschlich-ethisches
Judentum
ein.
*)
Rupert
Neudeck,
"Ich
will
nicht
mehr
schweigen"
- Über
Recht
und
Gerechtigkeit
in
Palästina,
mit
Vorwort
von
Norbert
Blüm,
Melzer-Verlag
Neu
Isenburg.
**) Hajo
G.
Meyer,
"Das
Ende des
Judentums"
- Der
Verfall
der
israelischen
Gesellschaft,
Melzer-Verlag
Neu
Isenburg.
***)
Durch
die
Presse
(FAZ)
war
bekannt,
dass die
Lesung
nicht
statt
findet.
****)
Lustiger
hatte
sich,
gemeinsam
mit A.
Diamant,
an die
Kirchenleitung
gewandt,
mit der
Warnung,
sie
biete
mit der
Vermietung
judenfeindlichen
Bestrebungen
ein
Forum.
*****)
Broders
Schmock
(Arschl...
der
Woche)
liest
sich wie
das who
is who,
u.a.
findet
man:
den
Pressesprecher
von
amnesty
international,
Peter
Eisenman,
Sir
Peter
Ustinov,
Iris
Berben,
Rafael
Seligmann,
Paul
Spiegel,
Herta
Däubler-Gmelin.
Auch die
Bundeskanzlerin
hat
einen
eigenen
Artikel
mit dem
Titel:
„Ein
Arsch
kommt
selten
allein
(Angela
Merkel)“
Auszug:
„Ich
schaffe
nicht
einmal
einen so
niedlichen
kleinen
Spruch,
wie er
neulich
Angela
Merkel
beim
kleinen
Parteitag
der CDU
entfallen
ist:
"Öde,
öder,
Schröder!"
Jetzt
warte
ich nur
darauf,
dass
Angela
und
Christian
gemeinsam
auftreten,
denn
Musik
kennt
keine
Grenzen,
und
Leitkultur
ist dann
am
schönsten,
wenn ein
Arschloch
singt
und ein
anderes
reimt.“
Eine
Zusammenfassung
der
genannten
Bücher
finden
sie
unter:
weitere
Infoseiten:
|
Melzer Verlag
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